Mittwoch, 25. März 2020

{Rezept} Veilchensirup selber machen


Seit Jahren habe ich mir vorgenommen, Veilchensirup zu machen. Einfach weil mich die Farbe so fasziniert. Ganz abgesehen von der tollen Farbe konnte nicht ahnen, dass Veilchen so ein tolles Aroma haben. Man kann ihn in Desserts geben, über Eis gießen, mit Wasser verdünnt als Schorle trinken, oder einen Schuss in den Sekt geben. Es gibt schier unendlich Verwendungsmöglichkeiten dafür. Ab jetzt steht Veilchensirup neben Holunderblütensirup jedes Jahr auf meiner To Do Liste. 



Die Veilchen solltet ihr am besten bei schönem Wetter pflücken. Und niemals alle Blüten pflücken, sondern auch was stehen lassen. Ich habe pro "Büscherl" mindestens die Hälfte stehen gelassen. Sie sollen ja auch die nächsten Jahre noch so schön wachsen. 




Rezept für Veilchensirup

Zutaten für ein kleines Fläschchen (ca. 300 ml)

  • 1 Handvoll Veilchenblüten (12-17 Gramm)
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Zucker
  • 1 Bio-Zitrone

Die Zitrone heiß abwaschen und trocknen. Halbieren, zwei dünne Scheiben abschneiden, diese beiseite legen und den Rest auspressen.

Veilchenblüten mit Wasser in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Zucker und Zitronensaft zugeben und ein paar Minuten weiterköcheln lassen. Das Wasser ist zunächst grün-blau und färbt sich durch die Zugabe des Zitronensafts violett.

Sirup in ein Schraubglas umfüllen, die Zitronenscheiben zugeben und abkühlen lassen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Sirup durch ein feines Sieb in einen Topf gießen und nochmal aufkochen lassen.

In ein heiß ausgespültes Fläschchen gießen und den Sirup im Kühlschrank aufbewahren. 



Donnerstag, 19. März 2020

{Rezept} Dinkelvollkornbrötchen mit Livieto Madre und Sonnenblumenkernen | Übernachtgare


Seit ein paar Wochen steht neben meinem Roggensauerteig nun auch eine selbst gezüchtete italienische Mutterhefe - Livieto Madre. Viel habe ich damit noch nicht gebacken, unbedingt wollte ich aber Brötchen ausprobieren. Dabei bin ich auf die Dinkelvollkorn-Weizenbrötchen von Birgit vom Blog Backenmitleidenschaft.com gestoßen. Besonders gut gefiel mir die Übernachtgare - Teig am Nachmittag/Abend vorbereiten, über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und am Morgen danach formen und backen. Ich habe Birgits Rezept etwas umgeändert. So sind es nun reine Dinkelbrötchen geworden. 



Rezept für Dinkelvollkornbrötchen mit Livieto Madre und Sonnenblumenkernen

Zutaten für 10 Brötchen:

  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 250 g Dinkelmehl Type 630
  • 10 g Salz
  • 8 g Gerstenbackmalz (inaktiv)
  • 10 g weiche Butter
  • 15 g Zuckerrübensirup
  • 8 g frische Hefe
  • 100 g Livieto Madre
  • 50 g Naturjoghurt
  • 280 g lauwarmes Wasser
  • Sonnenblumenkerne

Gebt alle Zutaten, außer den Sonnenblumenkernen in eine Küchenmaschine und knetet daraus in 5-7 Minuten einen Teig. Diesen nun für etwa 17 Stunden, am besten über Nacht, abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf eine bemehlte Arbeitsplatte kippen. In 10 gleichgroße Teile teilen und diese rund schleifen.

Ein Geschirrtuch anfeuchten und gefaltet auf eure Arbeitsplatte legen. Sonnenblumenkerne in eine flache Schüssel oder in ein Teller geben. Ein Geschirrtuch oder Bäckerleinen bemehlen und bereit legen.

Die Teiglinge nun nacheinander erst auf das feuchte Tuch und danach in die Sonnenblumenkerne legen. Anschließend mit dem Kernen nach oben auf das bemehlte Tuch legen. Dort zugedeckt etwa 15 Minuten gehen lassen.

Die Teiglinge nun umdrehen, so dass die Kerne oben sind. Tief einschneiden und den Schnitt wieder leicht zusammendrücken. Teiglinge mit dem Schnitt nach unten auf das bemehlte Tuch legen und etwa 30 Minuten gehen lassen. 

In der Zwischenzeit den Ofen auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Teiglinge mit den Kernen nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, in den Ofen schieben, mit Wasser besprühen und Ofen sofort schließen. Ca. 20 Minuten goldbraun backen und anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen. 



Donnerstag, 12. März 2020

{Rezept} Winterlicher Feldsalat mit gebratenen Champignons, Kichererbsen und Feta


Auch im Winter gibt es saisonale Salate. Dazu gehört Kohl, Chicoree und Feldsalat, oder auch Vogerlsalat genannt. Feldsalat ist einer meiner liebsten Salate und durch unterschiedliche Toppings sehr abwechslungsreich. Ich habe mich für warme, angebratene Champignons und Kichererbsen entschieden. Obendrauf kommt dann noch etwas Feta. Als Dressing könnt ihr das nehmen, welches euch am besten schmeckt. Ich habe mein Salatdressing auf Vorrat genommen und es passte wunderbar dazu.



Dieses Rezept passt übrigens perfekt zum Blogevent Wintersalate von Katha von Katha Kocht und Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf. Bis zum 15.03. können noch Rezepte eingereicht werden. Ich bin schon auf die Zusammenfassung gespannt. 

Blog-Event CLXI - Wintersalate (Einsendeschluss 15. März 2020)




Rezept für Winterlichen Feldsalat mit gebratenen Champignons, Kichererbsen und Feta

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 gute Handvoll Feldsalat
  • 250 g frische Champignons
  • 200 g Kichererbsen aus dem Glas
  • 2 EL Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 Schuss Balsamico
  • 50 g Feta
  • Dressing nach Wahl

Feldsalat waschen, gut trockentupfen und auf zwei Teller verteilen

Champignons putzen und vierteln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Champignons darin anbraten. Nach etwa 5 Minuten die gewaschenen und abgetropften Kichererbsen hinzugeben und mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken und mit dem Balsamico ablöschen. Solange weiterbraten bis der Balsamico von den Champignons aufgesogen wurde. 

Dressing über den Salat geben und darauf die warmen Champignons und Kichererbsen verteilen. Feta darüberbröseln und servieren.



Freitag, 6. März 2020

{Rezept} Instant Gemüsebrühpulver selber machen


Hätte ich schon früher gewusst, wie einfach es ist Gemüsebrühpulver selbst zu machen, hätte ich es schon viel früher getan! Und man weiß genau, was drinnen ist. Nämlich nur Gemüse, Kräuter, Gewürze und Salz, keine Geschmacksverstärker und keine künstlichen Zusätze. Und Sie lässt sich lange aufbewahren. Habt ihr schon mal geschaut, wie viel Gemüse in einer gekauften instant Gemüsebrühe drinnen ist? Nur ein sehr geringer Prozentanteil! Der Rest ist Geschmacksverstärker und Co.



Selbstgemachte Gemüsebrühe herzustellen ist wirklich kein Hexenwerk. Es braucht nur etwas Zeit, bis das Gemüse ganz getrocknet ist. Dafür wird man aber mit vollem Geschmack belohnt. Ich persönlich finde sie vieeeel besser, als gekaufte. Außerdem kann man je nach Geschmack die Zutaten wählen. Auch mit dem Salz kann je nach Geschmack variiert werden. Ich habe ein Fünftel des getrockneten Gemüses an Salz zugefügt und für uns passt es so. Fangt aber am Besten mit weniger Salz an und probiert einfach zwischendurch.




Rezept für selbstgemachtes Instant Gemüsebrühpulver

Zutaten für etwa 2 Gläschen:

  • 1 Knolle Sellerie (etwa 500 g)
  • 500 g Karotten
  • 1 Pastinake
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 350 g Zwiebeln
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • grobes Meersalz (ca. 1/5 des getrockneten Gemüses)
  • 1 TL Currypulver
  • 1 gestr. TL Kurkumapulver
  • 2 TL süßes Paprikapulver

Zuerst das Gemüse waschen und trockentupfen. Sellerie, Karotten, Pastinake und Petersilienwurzeln schälen. Zwiebeln und Knoblauchzehen abziehen. 

Das gesamte Gemüse in Stücke schneiden und in einen Mixer geben. Petersilie waschen, hacken und ebenfalls in den Mixer geben. Alles gut durchmixen, bis das Ergebnis schön fein ist. 

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und bei 80°C Umluft vollständig trocknen lassen. Dabei einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und immer wieder durchrühren. Dieser Vorgang dauert mehrere Stunden. Wichtig ist, dass das Gemüse wirklich richtig durchgetrocknet ist, da die Brühe sonst schimmeln kann.

Ist das Gemüse vollständig getrocknet, gut abkühlen lassen.

Alles abwiegen und zusammen mit 1/5 Salz in einen Mixer geben (bei 200 g Gemüse wären es 40 g Salz) und gut durchmixen. Curry-, Kurkuma- und Paprikapulver hinzugeben und erneut fein mixen.

Luftdicht verschließen und trocken aufbewahren.  





Sonntag, 1. März 2020

{Rezept} Brot und Salz - Geschenk zum Einzug | Bauernbrot mit 5-Korn Focken und Butterbrotsalz


Wenn Freunde in eine neue Wohnung oder in ein Haus ziehen, bietet es sich doch an als Einzugsgeschenk selbst Brot zu backen. Noch eine Gewürzmischung dazu und fertig ist das Mitbringsel für die Einweihungsparty. Dieses Bauernbrot mit 5-Korn Flocken habe ich in letzter Zeit sehr gern gebacken. Das Ergebnis wurde einfach immer gut. Egal ob im Topf, oder durch zwei geteilt in Holzförmchen gebacken.



Als "Salz" habe ich mich für Butterbrotsalz entschieden. Es ist aber sehr vielseitig und lässt sich auch anderweitig verwenden. Beispielsweise zu Rührei, im Salat oder überall wo Salz verwendet wird und Kräuter passen.


Das Brot wird mit Sauerteig gebacken, benötigt daher einfach seine Zeit. Aber genau darin liegt das Geheimnis guten Geschmacks. Durch das Quellstück wird es schön saftig und trocknet nicht so schnell aus. Ich rühre den Sauerteig immer Abends an, so kann er über Nacht gehen und am nächsten Tag wird dann weitergemacht. 
Das ursprüngliche Rezept habe ich übrigens bei Kevin von Law of Baking gefunden. Ich habe jedoch einiges abgeändert, so dass es für mich optimal ist.





Rezept für ein Bauernbrot mit 5-Korn Flocken

Zutaten für ein Topfbrot (oder zwei kleinere Brote)

Für den Sauerteig:

  • 40 g Anstellgut aus dem Kühlschrank (Roggensauerteig)
  • 85 g Wasser
  • 110 g Roggenmehl Type 1150

Für das Quellstück:
  • 50 g Wasser
  • 50 g 5-Korn Flocken

Das Anstellgut zuerst gut mit Wasser verrühren, anschließend das Mehl unterrühren. 15-18 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Für das Quellstück Flocken mit Wasser verrühren, abdecken und ebenfalls 15-18 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.


Für den Hauptteig:
  • 8 g frische Hefe
  • 200 g lauwarmes Wasser
  • 125 g Roggenmehl 1150
  • 220 g Weizenmehl 550
  • 1 TL Brotgewürz
  • 12 g Salz
  • Sauerteig
  • Quellstück
  • 10 g Zuckerrübensirup
  • eine Handvoll 5-Korn Flocken zum bestreuen

Die Hefe in eine kleine Schüssel bröseln, Wasser zugießen und solange verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Für etwa 5 Minuten stehen lassen.

In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten (außer die Flocken) in die Schüssel einer Küchenmaschine geben. Eine Mulde in die Mitte drücken und dort die restlichen Zutaten und das Hefewasser hineingeben. 

Den Teig nun für 10 Minuten auf niedrigster und anschließend für 4 Minuten auf zweiter Stufe kneten.
Der Teig ist nun relativ weich und klebrig. Schüssel abdecken und 30 Minuten stehen lassen.

Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen. Wenn ihr ein Topfbrot backen wollt: Teig mithilfe von etwas Mehl falten und rundwirken und anschließend mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen.
Für 2 Brote in Holzförmchen gebacken: Teig in zwei gleichgroße Teile teilen. Beide Teigkugeln ebenfalls mithilfe von etwas Mehl mehrmals falten, rundwirken und etwas oval formen. Anschließend mit dem Schluss nach unten in die vorbereiteten Holzförmchen geben.

Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen.

Nach etwa 30 Minuten den Backofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen. Wird ein Topfbrot gebacken, einen ofenfesten gusseisernen Topf mit Deckel hinenstellen.

Nach der Gehzeit den Topf heraus nehmen und das Brot aus dem Gärkörbchen hineinkippen. Mit etwas Wasser besprühen, nach Wunsch einschneiden und mit den Flocken bestreuen. Wieder in den Ofen geben und etwa 45-50 Minuten backen. Ist euch das Brot nach dieser Zeit noch zu hell, einfach noch 5-10 Minuten ohne Deckel weiterbacken. 
Das Brot aus dem Topf kippen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Für die Brote in Holzförmchen: Die Brote nach der Gehzeit in den Ofen stellen, eine halbe Tasse Wasser direkt auf den Ofenboden schütten und Ofentür sofort schließen.
Damit der Wasserdampf wieder entweichen kann, die Ofentür nach 4 Minuten für etwa 2 Minuten einen Spalt öffnen. Diese Brote brauchen insgesamt etwa 30-40 Minuten Backzeit. Je nach gewünschtem Bräunungsgrad. 
Anschließend die Brote aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Beachtet bitte unbedingt, dass jeder Ofen verschieden ist und die Backzeit durchaus 10-15 Minuten variieren kann!




Rezept für Butterbrotsalz

Zutaten für ein kleines Gläschen:
  • 125 g Meersalz
  • 2 EL Röstzwiebeln
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Koriandersamen (ganz oder gemahlen)
  • 1 TL getrocknete Petersilie
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Knoblauchpulver

Alle Zutaten in einen Mixer geben und mixen. Wer es eher grob mag, nicht zu lang mixen ;)