Sonntag, 30. August 2020

{Rezept} Zwetschgendatschi mit Mandel-Zimt-Streusel und Quark-Öl-Teig vom Blech


Bei uns herrscht heute schon richtiges Herbstwetter... regnerisch und 15°C. Vorsichtig leite ich nun den Herbst mit diesem leckeren Zwetschgendatschi mit Mandel-Zimt-Streusel ein. Ich hoffe natürlich trotzdem noch auf ein paar warme Sommertage. Obwohl ich einen goldenen Herbst auch ganz schön finde, bevor es dann richtig kalt wird. 



Der Zimt ist für mich DAS Herbst- und Wintergewürz schlechthin und passt so gut zu den Zwetschgen. Die Mandelstreusel geben noch einen dezenten nussigen Geschmack dazu und schon ist der Zwetschgendatschi für mich perfekt. Der Boden bildet ein Quark-Öl-Teig. Er ist schnell zusammengeknetet und kann sofort weiterverarbeitet werden. Er schmeckt mir hier zum Datschi auch besser, als ein Hefeteig, bei dem auch noch die Gehzeit miteinberechnet werden muss. 




Rezept für Zwetschgendatschi mit Mandel-Zimt-Streusel


Zutaten für ein Blech mit Backrahmen (ca. 25 x 28 cm)

  • 1 kg Zwetschgen 
Für den Quark-Öl-Teig:
  • 150 g Magerquark
  • 300 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 50 g neutrales Öl (Rapsöl)
  • 1 Ei
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 EL Milch (falls Teig zu fest)
Für die Mandel-Zimt-Streusel:
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 90 g weiche Butter
  • 1 TL Zimt

Die Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen und der Länge nach vierteln. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Backrahmen von etwa 25 x 28 cm darauf stellen.

Für den Quark-Öl-Teig alle Zutaten (außer Milch) in eine Rührschüssel geben und mit Knethaken oder mit der Hand einige Minuten zu einen homogenen Teig verarbeiten. Scheint der Teig zu fest, 1-2 EL Milch hinzugeben. Er sollte so fest sein, dass man ihn noch kneten könnte.

Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Teig in den Backrahmen geben und gleichmäßig verteilen. 

Die Zwetschgen Reihe für Reihe auf dem Quark-Öl-Teig verteilen.

Für die Mandel-Zimt-Streusel alle Zutaten ebenfalls in eine Rührschüssel geben und solange mit einem Handmixer mit Knethaken rühren, bis eine krümelige Masse entsteht. Die Streusel auf den Zwetschgen verteilen. 

Blech in den Ofen schieben und den Zwetschgendatschi für 35 - 45 backen bis die Streusel eine goldbraune Farbe annehmen. 



Mittwoch, 26. August 2020

{Rezept} Brioche Burger Buns


Ich liebe leckere selbstgemachte und saftige Burger. Dazu gehören für mich auch unbedingt selbstgemachte Burger Buns. Diese können auch gut vorgebacken und eingefroren werden, um sie dann nur noch schnell aufzubacken.

2013 habe ich schon einmal ein Rezept für Burger Buns veröffentlicht. Damals habe ich vegetarische Mozzarella-Burger mit Tomatenchutney gemacht. Waren auch sehr lecker, aber ich fand diese Brioche Burger Buns nochmal einen Ticken besser. 
Die Krume ist feinporig, fluffig und dennoch fest, damit das Brötchen nicht sofort von der Soße getränkt auseinander fällt. Außen sind die Buns leicht knusprig. Ich habe sie mit Sesam und Schwarzkümmel bestreut, da ich den Geschmack von Schwarzkümmel einfach super passend finde.



Ihr könnt den Teig auch am Abend vorbereiten, über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und am nächsten Tag die Buns backen. Dafür nehmt ihr dann kaltes Wasser und gebt den Teig gleich nach dem Kneten in den Kühlschrank. Am nächsten Tag sollte er dann 2 Stunden vor Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank genommen werden.




Rezept für Brioche Burger Buns


Zutaten für etwa 10 Buns

  • 350 g Weizenmehl Type 1050
  • 150 g Weizenmehl Type 550
  • 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
  • 100 ml Milch
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 2 Eier 
  • 2 TL Salz
  • 60 g Butter Zimmerwarm
  • 1 Ei zum einstreichen
  • Sesam, Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mehl und Trockenhefe in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und gut vermischen. 

Eier, Milch, Wasser, Butter und Salz zugeben und etwa 10 Minuten mit der Küchenmaschine zu einen glatten Teig kneten. Ist er zu weich, noch etwas Mehl hinzugeben. 

Schüssel abdecken und für etwa 2-3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank, wie oben beschrieben).

Teig auf eine leicht bemehlte oder geölte Arbeitsfläche kippen, nochmal kurz durchkneten und in 10 gleichgroße Teile teilen. Wollt ihr größere Buns, teilt sie dementsprechend größer ein. Ich wiege sie immer ab, damit sie gleichgroß werden und habe dieses Mal etwa 100 g genommen. 

Nun werden die Buns geformt. Dazu den Teig leicht platt drücken und die Seiten rundherum nach innen schlagen. Anschließend schleifen, bis etwas Spannung in den Teig kommt. 

Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und abgedeckt 30-45 Minuten gehen lassen. 

Ofen in der Zwischenzeit auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Das Ei verquirlen und Sesam bereitstellen.

Nach der Gehzeit die Teiglinge mit Ei bestreichen und Sesam bestreuen.

Blech in den Ofen schieben, gut mit Wasser besprühen und Ofentüre sofort schließen. 

Die Buns in etwa 20 Minuten goldbraun backen.




Donnerstag, 20. August 2020

{Rezept} Zweifarbige Marmelade | Brombeer-Mango Konfitüre


Zur Zeit fülle ich meine Vorräte für die kälteren Jahreszeiten wieder auf. Konfitüren stehen dabei ganz oben auf der Liste. Selbstgemacht schmecken Marmeladen einfach so viel besser als gekauft. Man kann sie außerdem ganz nach dem Persönlichen Geschmack kochen. Auf meinem Blog gibt es schon mehrere Rezepte für Konfitüren und Gelees, eine kleine Liste mit Links zu den Rezepten findet ihr am Ende dieses Beitrags.



Eine zweifarbige Konfitüre (so heißt es eigentlich wirklich) macht meiner Meinung nach einiges her und eignet sich somit super zum Verschenken. Ich habe mich für Brombeeren und Mango entschieden, da die Brombeerkonfitüre angenehm sauer ist, die Mangokonfitüre dies durch ihre Süße gut ausgleicht. Außerdem mussten die Brombeeren aus Schwiegermutters Garten verarbeitet werden. 

Ich konnte gerade noch die Fotos schießen, bevor sich meine Tochter die Brombeeren geschnappt und verputzt hat. Wenn es nach ihr gegangen wäre, wären die Beeren gar nicht zu Konfitüre verarbeitet worden, sondern direkt in ihrem Mund gelandet!



Rezept für zweifarbige Brombeer-Mango Konfitüre


Zutaten für 4-5 Gläser (je nach Größe)

  • 500 g Brombeeren
  • 500 g Mango (etwa 2 Stück)
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Die Brombeeren waschen, abtropfen lassen und in einen Topf geben. Mit einem Pürierstab (oder in einem Standmixer) gut pürieren. Wenn ihr keine Kerne in der Konfitüre mögt, streicht es nun durch ein Sieb. 250 g Gelierzucker hinzugeben, aufkochen und 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei ständig umrühren. Gelierprobe durchführen.

In der Zwischenzeit die Gläser vorbereiten: Ich spüle sie immer mit kochendem Wasser (auch die Deckel) aus. Dann müssen die Gläser schräg gelegt werden, so dass die Brombeerkonfitüre auch schräg hineingegossen werden kann. Ich habe ein Geschirrtuch in eine Box gelegt und damit die Gläser etwas fixiert.

Nun die Brombeerkonfitüre mithilfe eines Trichters bis zum Rand in die vorbereiteten Gläser gießen und einige Zeit so stehen lassen und vollständig abkühlen lassen. 

Ist die Brombeerkonfitüre abgekühlt, die Mangos schälen und vom Kern lösen. Das Fruchtfleisch in einen sauberen Topf geben und ebenso wie bei den Brombeeren verfahren. Gelierprobe nicht vergessen. 

Die Gläser wieder gerade stellen und die Mangokonfitüre vorsichtig bis zum Rand hineingießen. Gläser sofort verschließen und abkühlen lassen. (Gläser nicht auf den Kopf stellen, da es passieren kann, dass sich beide Farben vermischen)




Habt ihr noch Lust auf weitere Konfitüren? Dann klickt euch doch mal durch die folgenden Rezepte:






Sonntag, 16. August 2020

{Rezept} Grundrezept für Pizzateig | Pizza aus dem Grill oder Backofen


Schon lange Zeit machen wir unseren Pizzateig nur noch selbst. Er wird einfach ein paar Stunden vor der Zubereitung geknetet und dann darf er gehen. Für sehr Kurzentschlossene ist es sicherlich nichts, aber meistens weiß man ja zumindest Mittags, wenn man Abends Pizza essen will. 



Sehr lange habe ich nach DEM BESTEN Rezept für Pizzateig gesucht und immer wieder etwas abgeändert, bis er endlich genau unseren Geschmack getroffen hat. Boden und Rand schön knusprig kross und innen fluffig und saftig. Vielleicht probiert ihr das Rezept mal aus und es wird auch euer Grundrezept für Pizzateig? 



Wir haben die Pizza in einem Kugelgrill gemacht. Die Temperatur sollte 300 - 400°C heiß sein. Außerdem benötigt man einen Pizzastein, der mit vorgeheizt werden soll. Grundsätzlich braucht man eine gewisse Zeit zum vorheizen (mindestens 30 Minuten), damit die Pizza schön knusprig wird. Ist die Temperatur erwünscht, wird die belegte Pizza mit einem Pizzaschieber auf den heißen Pizzastein geschoben und mit Deckel gebacken. Dabei immer wieder schauen, da die Pizza schon nach wenigen Minuten fertig ist. 



Alternativ kann die Pizza natürlich auch im Backofen gebacken werden. Hierzu empfehle ich auch einen Pizzastein, der mit vorgeheizt wird. Damit wird die Pizza schön kross. Es geht aber auch ohne Backstein, dann heizt einfach ein Backblech mit vor. 




Rezept für Pizzateig


Zutaten für 3 große oder 6 Mini-Pizzen:

  • 300 g lauwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe
  • 1 geh. TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 15 g Olivenöl
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 1 TL Gerstenbackmalz, inaktiv (optional)
  • Hartweizengrieß zum formen

Wasser zusammen mit Salz, Zucker und Olivenöl in die Schüssel einer Küchenmaschine geben, die Hefe hineinbröckeln und solange rühren bis sie sich aufgelöst hat.

Restliche Zutaten hinzugeben und in etwa 5 Minuten zu einen glatten Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel geben und 3-6 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und NICHT mehr kneten (sonst wird die Luft hinausgedrückt)! Teig mit Mehl bestäuben und mit einer Teigkarte in 3 bzw. 6 etwa gleichgroße Teile teilen. Diese zu Kugeln formen und abgedeckt nochmals 45 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen (der Grill wie oben beschrieben) mit Backstein (oder Backblech) für mindestens 30 Minuten auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Zum Formen der Pizzen die Arbeitsfläche mit etwas Hartweizengrieß bestreuen, eine Teigkugel draufgeben und diese von innen nach außen mit den Fingern auseinanderdrücken. Dann den Rand hochheben und auseinander ziehen. Er sollte innen schön dünn und außen einen Rand haben. 

Pizza je nach Belieben belegen und anschließend mit einem Pizzaschieber in den Ofen auf den heißen Pizzastein (oder das heiße Backblech) schieben. So lange backen, bis der Käse schmilzt und der Rand knusprig und goldbraun wird. 



Donnerstag, 13. August 2020

{Rezept} fruchtige Mangosalsa mit Paprika und Avocado | perfekt zu Burger, gegrilltem Fleisch und Fisch


Schon längere Zeit wollte ich Mangosalsa ausprobieren. Als wir neulich Burger grillten, habe ich es endlich ausprobiert. Und es war wirklich köstlich! Das fruchtige passte super zum herzhaften Rindfleischpatty. Um dem Ganzen noch eine etwas herzhaftere Note zu verleihen, habe ich noch Paprika und Avocado hinzugegeben. 



Die Schärfe einer Salsa kommt meistens durch eine frische Chilli. Da ich es nicht so scharf mag und daher auch keine frische Chilli zur Hand hatte, entschied ich mich ein Dressing aus Sambal Oelek, Olivenöl und frischem Limettensaft zu machen. So entsteht eine milde Schärfe, wie ich sie gerne mag.

Die Mangosalsa passt außer zu Burger auch super zu gegrilltem Fleisch und Fisch. Auch zu gebratenem Geflügelfleisch kann ich es mir sehr gut vorstellen.
Bestimmt schmeckt die Salsa auch zum Dippen für Nachos. 



Rezept für eine fruchtige Mangosalsa mit Paprika und Avocado


Zutaten: 

  • 1 reife Mango
  • 1/2 Avocado
  • 1/2 rote Paprika
  • 1/2 TL Sambal Oelek
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 Limette 



Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Das Fruchtfleisch erst in Scheiben, dann in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. 
Ebenso bei der Avocado verfahren. 

Die Paprika waschen, in feine Streifen und anschließend ebenfalls in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel geben.

Den Saft der Limette auspressen und mit Olivenöl und Sambal Oelek vermischen. Über die Würfel geben und gut durchrühren. Die Salsa nun bis zum Servieren im Kühlschrank durchziehen lassen (jedoch mindestens 30 Minuten).




Sonntag, 9. August 2020

{Rezept} 3erlei Leberwurst-Pralinen mit selbstgemachtem Baguette | Sesam-Preiselbeere, Röstzwiebel und Schnittlauch



Dieser Beitrag enthält Werbung für Cornelius Wurstwaren*

Heute dreht sich hier alles um die Leberwurst. Für mich gehört die „Streichwurst“ irgendwie zur Brotzeit dazu, die es hier oft zum Abendessen gibt. Am liebsten esse ich sie auf einer Scheibe frischem, duftendem Brot und mit Gewürzgürkchen garniert.




Passend zur Brotzeit gibt es heute ein Rezept für 3erlei Leberwurstpralinen. Ich habe dafür Delikatessleberwurst verwendet, je nach Geschmack könnt ihr aber auch Kalbsleberwurst nehmen. Die Leberwurst wird in kleine Stücke geteilt, zu Kügelchen gerollt und in Röstzwiebeln, Schnittlauch und gerösteten Sesam gewälzt. Für die dritte Variante habe ich die Leberwurst vorher noch mit Wildpreiselbeeren verfeinert. Die Süße der Preiselbeeren bringt das gewisse Etwas mit und der geröstete Sesam den „Crunch“.

Dazu passt ein Baguette, das wir selbst backen. Das besondere an diesem Rezept ist, dass es wirklich schnell gemacht ist und keine langen Garzeiten benötigt.





Bevor wir aber mit den Rezepten loslegen möchte ich euch noch etwas über das Traditionsunternehmen Cornelius Wurstwaren*, das bereits seit drei Generationen besteht, erzählen.
Alles begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers Peter Cornelius stellte Pfälzer Leberwurst nach eigener Rezeptur her und verkaufte diese auf regionalen Märkten. 1947 gründete seine Tochter Frieda zusammen mit ihrem Mann den ersten Großhandel für Wurstwaren in Mannheim. Kurz darauf eröffnete das Ehepaar die erste Metzgerei und legte somit den Grundstein für das heutige Unternehmen. Das bestverkaufte Produkt war zu dieser Zeit die traditionelle Pfälzer Leberwurst.

1965 wurde der Sitz der Cornelius Wurstwaren* Metzgerei unter der Leitung von Willi Cornelius von Mannheim nach Hockenheim verlagert. Und mit der Sortimentserweiterung waren die Pfälzer Wurstspezialitäten auch bundesweit erhältlich.

Seit 2001 wird das Unternehmen nun in dritter Generation von Peter Cornelius geführt. Neben der traditionellen Pfälzer Leberwurst umfasst das Sortiment auch Gänseleberwurst, Kalbsleberwurst, Leberrolle, Zwiebelwurst, Bauernblutwurst, Leberknödel und Saumagen.
Ich gebe zu, davon mag ich nicht alles… aber Leberknödel beispielsweise setzen mich direkt in Kindheitserinnerungen zurück. Meine Oma bereitete sie früher oft selbst zu und servierte sie uns dann in einer kräftigen Brühe.




Rezept für ein schnelles Baguette

Zutaten für 2 Stück:

·        200 g lauwarmes Wasser
·        10 g frische Hefe
·        330 g Weizenmehl Type 550
·        1 TL Backmalz (optional)
·        1 TL Zuckerrübensirup (ersatzweise: Honig)
·        1 schwach geh. TL Salz


Wasser und Hefe in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und solange rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.

Die restlichen Zutaten hinzugeben und etwa 5 Minuten kneten. Teig in eine leicht geölte Schüssel umfüllen und 1 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, in zwei Teile teilen und Baguettes formen. Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und je 3x schräg einschneiden. Abgedeckt 20 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 230°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Dabei ein Backblech in die unterste Schiene schieben.

Das Blech mit den Baguettes in den Ofen schieben, eine kleine Tasse heißes Wasser vorsichtig auf das heiße Blech gießen und die Ofentür sofort verschließen. 20-25 Minuten goldbraun backen.






Rezept für 3erlei Leberwurstpralinen

Zutaten für Sesam-Preiselbeer-Pralinen:

  • 80 g Cornelius Delikatessleberwurst*
  • 1 TL (etwa 20 g) Wildpreiselbeeren
  • 2 EL Sesam
Zutaten für Röstzwiebel-Pralinen:

  • 80 g Cornelius Delikatessleberwurst*
  • 2 EL Röstzwiebeln
Zutaten für Schnittlauch-Pralinen:

  • 80 g Cornelius Delikatessleberwurst*
  • ¼ Bund Schnittlauch

Für die Sesam-Preiselbeer Variante die Leberwurst mit den Preiselbeeren vermengen und bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Den Sesam in einer kleinen Pfanne ohne Fett und mit ständigem rühren rösten, bis er zu duften beginnt. In eine kleine Schale kippen und beiseitestellen.

Röstzwiebeln in eine kleine Schale geben und mit den Fingern etwas zerdrücken.
Schnittlauch waschen, trocken tupfen und in Röllchen schneiden. Ebenfalls in eine kleine Schale geben.

Nun die Leberwurst mit einem Teelöffel abstechen, zu Kugeln rollen und jeweils in Sesam, Röstzwiebeln und Schnittlauch wälzen.
Bis zum Servieren im Kühlschrank lagern.




Donnerstag, 6. August 2020

{Rezept} All-in-One Weizenmischbrot | Topfbrot


Dass ich Fan von Topfbroten bin, muss ich denke ich nicht mehr erwähnen... aber was ist ein All-in-One Brot? Normalerweise bereite ich am Abend vor dem Backtag den Sauerteig vor, der dann über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen darf. Je nach Brot kommt noch ein Hefevorteig und/oder ein Quellstück dazu. Am nächsten Tag werden dann die restlichen Zutaten hinzugegeben und der Teig wird geknetet. Anschließend während der Gare meist mehrmals gefaltet. Hier ist man schon gewissermaßen abhängig und sollte zwischendrin nicht zu lange weg sein.



Bei diesem All-in-One Weizenmischbrot wird der komplette Brotteig am Abend (oder auch am Morgen) zubereitet und nach einer kurzen Gare bei Zimmertemperatur für ca. 20 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Das Ursprungsrezept habe ich bei "Brotbackliebe ...und mehr" gefunden und etwas abgeändert. Ich hatte den Teig dann glatt im Kühlschrank vergessen und somit war er gleich 28 Stunden eingekühlt. Geschadet hat dies aber nicht, am Ende ist ein leckeres Brot aus dem Ofen gekommen. Wer will, kann es auch noch mit etwas Brotgewürz verfeinern.

All-in-One Brote sind also dank der unkomplizierten und wenig anspruchsvollen Zubereitung ideal für Tage geeignet, an denen man wenig Zeit hat und trotzdem frisches Brot möchte. 




Rezept für All-in-One Weizenmischbrot 

Zutaten:

  • 300 g Wasser
  • 50 g Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 100 g Roggenmehl Type 1150
  • 200 g Weizenmehl Type 1050
  • 175 g weizenmehl Type 550
  • 4 g frische Hefe
  • 1 TL Zuckerrübensirup

Wasser und Anstellgut in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und gut verrühren. Restliche Zutaten hinzugeben, 1 Minute auf langsamer und 5 Minuten auf höherer Stufe verkneten.

Teig in eine leicht geölte Schüssel füllen und für 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend die Luft herausdrücken und für 20 - 28 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig etwa 2 Stunden vor Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mehrmals falten und anschließend rundwirken. Mit dem Schluss nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen geben und abgedeckt etwa 1,5 Stunden zur Gare stellen.

Etwa 1/2 Stunde vor Ende der Gärzeit den Ofen mit einem gusseisernen Topf mit Deckel auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Teigling in den heißen Topf kippen, Deckel drauf und den Topf wieder zurück in den Ofen stellen. Etwa 45 Minuten auf der untersten Schiene backen. 




Sonntag, 2. August 2020

{Rezension} Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht - Über 50 Rezepte für warmes, knuspriges Brot


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Ich mag ja Koch- und Backbücher ganz besonders, wenn neben leckeren Rezepten auch noch einiges an Hintergrundwissen vermittelt wird und es zu den Köstlichkeiten interessante Geschichten gibt. Genau dies ist der Autorin Elisabeth Ruckser mit ihrem Brotbackbuch Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht gelungen. 

Wie der Titel schon verrät, geht es um Brot backen. Und um die Geschichten hinter den einzelnen Rezepten. Elisabeth hat für ihr Projekt neun landwirtschaftliche Betriebe in Österreich (einen pro Bundesland) besucht, in denen Brot & Backen eine wichtige Rolle spielt.


Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht
Über 50 Rezepte für warmes, knuspriges Brot

Copyright by Löwenzahn Verlag

"Ein faszinierender Brot-Trip... oder was freilaufende Gänse, wilde Weinreben und üppige Gemüsegärten mit Brotbacken zu tun haben? Wer sich mit Elisabeth Ruckser auf die Reise begibt, darf sich nicht nur auf mehr als 50 Lieblingsrezepte, sondern auch auf viele Geschichten freuen: von modernen Bäuerinnen, die traditionelles Brotbacken auf eine ganz neue Art interpretieren.

Was dabei herauskommt? Knusprige Brotideen für das gemeinsame Kneten und Formen am Back-Markt-Tag, Rezepte mit frischen Wildkräutern aus der Natur oder Brotback-Inspiration von Kanutouren in Schweden. Lerne die Bäuerinnen kennen - und vor allem eines: was es heißt, richtig gutes Brot zu backen!"


Das Buch beginnt mit dem Wichtigsten fürs Brotbacken: Welche Grundzutaten braucht man und was sollte man darüber wissen?
Beschrieben sind einige unterschiedliche Mehltypen, wie sie in Österreich und in Deutschland bezeichnet werden und zu was sie am besten geeignet sind.
Dinkelmehl Type 630 (in Österreich Type 700) ist beispielsweise ideal geeignet für helles Dinkelbrot, Kleingebäck und Mischbrot.

Copyright by Löwenzahn Verlag


Es geht weiter mit Hefen und Sauerteig, dazu findet man auch eine Anleitung zur eigenen Herstellung. Vor kurzer Zeit habe ich euch ja auch schon eine Anleitung veröffentlicht, wie ich meinen Sauerteig herstelle und auffrische. 

Der Leser lernt die Unterschiede zwischen Brühstück, Quellstück und Kochstück. Man erfährt auch, warum langes Mischen und kneten wichtig ist, um am Ende ein gutes Brot in den Händen zu halten. Ebenfalls was bei der Gare, dem Dehnen und Falten und bei der Aufarbeitung des Teiges zu beachten ist. 

Copyright by Löwenzahn Verlag


Nachdem uns nun einiges an Hintergrundwissen übermittelt wurde, kommen die Rezepte.

Diese sind in neun Kategorien aufgeteilt, jede der Bäuerinnen erhielt eine. Anfangs werden sie und ihr Hof vorgestellt und im Anschluss zeigen sie uns jeweils 5 bis 8 unterschiedliche und bereits erprobte Brot- und Brötchen Rezepte - süß und herzhaft, mit Hefe und mit Sauerteig.
Dadurch entstand eine sehr abwechslungsreiche Rezeptsammlung, mit mehr und weniger aufwendigen Rezepten.


Ein paar Rezeptbeispiele

Kürbis-Buns mit Rosmarin-Honig-Glasur
Einkorn-Urdinkel-Stangen
Dinkel-Laugenbrötchen
Roggenvollkornbrot
Ähren-Baguette
Schafgarbe-Tomaten-Brot im Glas
Barbaras Bergbrot
helles Dinkelgebäck mit Mohn
Buchweizenbrötchen


Copyright by Löwenzahn Verlag


Mein persönliches Fazit:

Wie schon Anfangs geschrieben, mag ich Koch- und Backbücher, wo es neben den Rezepten auch noch kleine Geschichten dazu gibt. Dies ist bei diesem Buch der Fall. Die Rezepte selbst sind sehr abwechslungsreich, mal mit wenig und einfachen, mal mit mehr und außergewöhnlicheren Zutaten. Da dieses Buch in Zusammenarbeit mit neun Bäuerinnen aus Österreich entstanden ist, die alle unterschiedliche Vorlieben haben was die Zutaten angeht, ist eine schöne und bunt gemischte Rezeptsammlung entstanden.