{Rezension} Mit Pflanzen heilen - Alltägliche Beschwerden natürlich behandeln | Rezept für Holunderbeeren-Sirup

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Der Holunder ist eine weit verbreitete Wildpflanze, die große Mengen an Blüten und Beeren liefert. Aus den Blüten mache ich jedes Jahr einen Sirup, der oft mein Wasser, Sekt, Wein, Desserts oder auch mein Eis verfeinert. Dieses Jahr habe ich auch das erste Mal einen Sirup aus den Holunderbeeren gemacht. Grund dafür war ein Rezept aus dem Buch "Mit Pflanzen heilen - Alltägliche Beschwerden natürlich behandeln", das dieses Jahr im Thorbecke Verlag erschien. 





Holunderbeeren sind wahre Immunbooster, roh sollte man sie allerdings nicht verzehren, da sie zu Brechreiz führen können. Getrocknet, gekocht oder in einem Aufguss können sie aber problemlos verwendet werden. In den Beeren stecken Vitamin C, B-Vitamine und Folsäure. Sie stärken das Immunsystem und können helfen, die Vermehrung von Erkältungs- und Grippeviren im Körper zu verhindern. 

Aber erstmal zurück zum Buch "Mit Pflanzen heilen - Alltägliche Beschwerden natürlich behandeln". Dieses Buch ist kein medizinischer Ratgeber und kann auch den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Man kann aber seinen Körper durchaus mit bestimmten Heilpflanzen unterstützen und Beschwerden lindern. 
Auf den ersten Seiten geht es darum, wie man Heilpflanzen sicher verwendet und wie man sie beschafft bzw. selbst zieht oder trocknet. 

Man lernt, wie man bestimmte Heilpflanzen anwendet, seien es Aufgüsse, Sude, Tinkturen, Sirups, Kompressen, Salben und viele weitere Verarbeitungen. 
Was für mich besonders interessant ist: Auch aus Küchenkräutern und Gewürzen können wundervolle Heilmittel zubereitet werden. Knoblauch zum Beispiel besitzt unter Anderem Schwefelverbindungen, die sowohl für den starken Geruch wie auch für viele Heilwirkungen verantwortlich sind. Er wird angewendet bei Husten, Erkältung, Grippe, Lebensmittelvergiftung, Darmprobleme, Pilzkrankheiten, bakterielle Infektionen und Virusinfektionen. 





Der Hauptteil des Buches ist in zwei Kategorien unterteilt:


  1. ERSTE HILFE | In diesem Kapitel geht es darum, wie man alltägliche Verletzungen mit Heilpflanzen behandelt und wie man sich aus bestimmten Grundzutaten eine Erste-Hilfe-Ausrüstung zusammenstellt. In diesem Kapitel geht es auch um die zehn geläufigsten ätherischen Öle und wie sie wann angewendet werden.

  2. KÖRPERLICHES BEFINDEN | Das zweite Kapitel macht das meiste im Buch aus. Hier werden sämtliche Syptome/Beschwerden beschrieben und wie sie behandelt werden können. Es geht um den Kreislauf, die Verdauung, das Immunsystem, um Stimmungen und Gefühle, Muskeln, Knochen und Gelenke, Atemwege, Haut, Haare und Nägel. Aber hier geht es auch um die Gesundheit von Kindern, Männern und Frauen. Ebenfalls sind hier Rezepte enthalten, die Mutter und Baby von der Geburt bis zum Abstillen begleiten. 

Das Thema rund um Heilpflanzen, Rezepte damit und bestimmte Krankheiten/Symptome damit zu behandeln ist sehr umfangreich. Ich finde, dieses Buch ist eine schöne Zusammenfassung der geläufigsten Heilpflanzen und Krankheiten/Beschwerden. Es gibt tolle Rezepte und wunderschöne Bilder. Das gesamte Buch ist sehr übersichtlich gestaltet, damit man schnell findet, nach was man sucht.

Zu jeder Krankheit/Beschwerde gibt es eine Einleitung, sowie unterstützende Heilpflanzen für die innerliche und äußerliche Anwendung. Anschließend folgen die Rezepte, bei denen auch die Anwendung und Haltbarkeit mit angegeben ist. 





Das Rezept für den Holunderbeeren-Sirup, der bei Erkältungen, Grippe und Halsschmerzen angewendet wird, hat mich beim Durchblättern des Buches sofort angesprochen. Um uns herum wachsen Holundersträucher in Hülle und mir war wichtig, dass ich auch meine Tochter in der kalten Jahreszeit etwas unterstützen kann (Kindergartenviren!). Außerdem schmeckt dieser Sirup auch echt köstlich, da neben den Holunderbeeren auch noch allerlei Gewürze hineinkommen. Perfekt also für die Herbst- und Winterzeit. 

Der Holunderbeeren-Sirup wird nach Bedarf eingenommen. Es genügen 1-2 TL pur, oder auch 2-4 TL in heißem Wasser eingerührt. 
Noch ein Vorteil: Der Sirup kann mit frischen und auch mit getrockneten Holunderbeeren zubereitet werden. Wenn also keine frischen zur Verfügung stehen, nimmt man einfach getrocknete und erhält im Handumdrehen ein leckeres Erkältungsmittel.






Rezept für Holunderbeeren-Sirup

Zum Speichern und Drucken das Rezept HIER downloaden


Zutaten:

  • 400 g frische oder 250 g getrocknete Holunderbeeren
  • 1 daumengroßes Stück frischer Ingwer, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Zimtstange
  • 2 Sternanis
  • 6 Nelken
  • 6 Kardamom
  • 6 Pfefferkörner
  • 1 unbehandelte Zitrone, Schale
  • 1 TL Zitronensäure je 500 ml 


Holunderbeeren, Ingwer, Gewürze, Zitronenschalen und Wasser (werden getrocknete Beeren verwendet, nimmt man 100 ml mehr Wasser) in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und unbedeckt etwa 20-30 Minuten köcheln lassen, bis der dunkelrote Saft aus den Beeren ausgetreten und das Wasser um ein Drittel verdampft ist. Die Beeren durch ein mit Musselin ausgelegtes Sieb drücken, abseihen und die Flüssigkeit in einen Messbecher gießen.

Die Flüssigkeit abmessen, dann in den Topf zurückgießen. Je 100 ml Flüssigkeit 50 - 100 g Zucker hinzufügen. Je mehr Zucker man nimmt, umso dicker, süßer und länger haltbar wird der Sirup sein. Sanft zum Köcheln bringen, dabei regelmäßig umrühren, bis der Sirup eingedickt ist und glänzt. Die Flüssigkeit nochmals abmessen und entsprechend Zitronensäure hinzufügen. Rühren, bis sie sich aufgelöst hat. In sterilisierte Flaschen füllen und mit dem aktuellen Datum beschriften. 




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