Sonntag, 24. Mai 2020

{Rezept} Reines Roggenbrot mit Sauerteig | 100% Roggen, ohne Hefe


Wie ihr wisst backe ich seit Ende letzten Jahres mein Brot nur noch selbst. Mein Anstellgut schlummert immer im Kühlschrank und kommt 1-2x die Woche zum Einsatz. Bisher habe ich in meinen Broten immer etwas Hefe als zusätzliches Triebmittel hinzugegeben, etwas "Angsthefe" sozusagen. 

Schon länger wollte ich ein Brot ganz ohne Hefe backen, bei dem nur Sauerteig als Triebmittel benutzt wird. Entschieden hab ich mich für ein reines Roggenbrot, das nur aus Roggenmehl, Wasser und Salz besteht. Und Sauerteig natürlich, aber der besteht auch aus Roggenmehl :)
Wer will kann auch gerne noch etwas Kümmel, Brotgewürz, oder Nüsse zugeben.



Brot ohne Hefe backen, geht das überhaupt?

Ja! Sehr gut sogar! 
Ihr braucht dafür nur einen triebstarken Sauerteig. Ich habe meinen 2 Tage vor dem eigentlichen Brotbacken jeweils einmal aufgefrischt und so ist er wunderbar aufgegangen. 

Das Roggenbrot passt wegen seinem herzhaften Geschmack perfekt zur Brotzeit. Es braucht bei der Herstellung Zeit, um ein tolles Getreidearoma zu entwickeln. Ansonsten ist es recht unkompliziert herzustellen. 
Ich liebe ja Brote mit einem hohen Roggenanteil. Abgesehen vom kräftigen Aroma hält es sich dadurch lange frisch. Auch dieses Brot habe ich wieder im gusseisernen Topf gebacken, da es so super saftig wird und einfach immer gelingt. Außerdem bleibt es in Form, falls jemand Angst davor hat, es könnte beim Backen zu flach werden.



Rezept für ein reines Roggenbrot

Zutaten

Für den Sauerteig:

  • 20 g Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 240 g warmes Wasser
  • 240 g Roggenmehl Type 1150

Für den Hauptteig:
  • Sauerteig
  • 225 g Wasser
  • 500 g Roggenmehl Type 1150
  • 15 g Salz


Für den Sauerteig das Anstellgut mit dem Wasser in eine Schüssel und miteinander verquirlen. Mehl hinzufügen und gut verrühren. Schüssel abdecken und für 14-16 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und 3-5 Minuten kneten. Der Teig ist ziemlich weich und klebrig. Abdecken und 30 Minuten gehen lassen.

Ein Gärkörbchen gut bemehlen und bereit stellen. 
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und rund formen. Mit dem Schluss nach oben in das Gärkörbchen legen. Etwa 2 Stunden zur Gare stellen, es sollte sich deutlich vergrößern.

Den Ofen zusammen mit einem gusseisernen Topf auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Wenn ihr das Brot nicht einschneiden wollt, den Teigling in den heißen Topf kippen, Deckel drauf und zurück in den Ofen. 
Ich wollte es einschneiden und habe es deshalb auf ein rund ausgeschnittenes Backpapier gestürzt. Gut mehlen und dann nach Wunsch einschneiden. Mithilfe des Backpapiers in den heißen Topf heben, Deckel drauf und wieder in den Ofen stellen.

Die gesamte Backzeit beträgt 50-60 Minuten. Nach etwa 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren. 

Wenn das Brot fertig ist (Klopfprobe nicht vergessen), aus dem Topf holen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.






Mittwoch, 20. Mai 2020

{Rezept} Fruchtige Sommer-Babka mit Rhabarber-Heidelbeer Füllung und Lievito Madre | Synchronbacken Mai 2020


Vergangenes Wochenende wurde wieder Synchrongebacken. Die Aktion wird von Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf und Sandra von from Snuggs Kitchen organisiert. Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, oder die vergangenen Synchronbacken anschauen möchte, schaut am besten mal HIER vorbei. Wer mir auf Instagram folgt, konnte die einzelnen Arbeitsschritte mitverfolgen. Ich habe sie auch in den Highlights gespeichert.



Nach den Bialys vom letzten Synchronbacken ging es wieder mit einem jüdischen Rezept weiter. Es wurden fruchtige Sommer-Babka nach einem Rezept von Sandra von Le Pétrin gebacken. Traditionell wird Babka mit Schokolade und Zimt gefüllt. Ich habe mich für eine Rhabarber-Heidelbeer Füllung entschieden und kann sie nur empfehlen ;) Sie ergibt eine tolle Farbe und ist durch den Rhabarber und Zitronensaft schön säuerlich. Perfekt in Kombination mit dem süßen Briocheteig, der wunderbar weich und fluffig ist.

Vor dieser Runde Synchronbacken hatte ich zwar schon mal von Babka gehört/gelesen, aber noch nie gebacken. Ich könnte mir hier auch sehr gut eine Nuss-Füllung vorstellen. Aber hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und dies hat man auch bei den anderen Teilnehmern gesehen. Es sind viele verschiedene Babka entstanden. Am Ende des Beitrags findet ihr die Liste der Blogposts der anderen Teilnehmer, schaut dort unbedingt vorbei!



Rezept für fruchtige Sommer-Babka mit Rhabarber-Heidelbeer Füllung


Zutaten für 1 Kastenform (15 cm)

Für den Teig:
  • 200 g Weizenmehl Type 550
  • 80 g Lievito Madre
  • 10 g Puddingpulver (als Ersatz kann auch Mais- oder Kartoffelstärke verwendet werden)
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 5 g Frische Hefe
  • 25 g Wasser
  • 75 g Milch
  • 1 Eigelb
  • fein geriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 45 g kalte Butter

Für die Füllung:
  • 130 g Rhabarber
  • 20 g Zucker
  • Saft und fein geriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 80 g Heidelbeeren TK oder frisch
  • Optional für die Eistreiche: 1 Eigelb + 2 EL Milch


Für den Briocheteig gebt alle Zutaten außer die Butter in die Schüssel einer Küchenmaschine und knetet solange bis der Teig zusammenkommt und anfängt Spannung aufzubauen. 

Die Butter in kleine Stücke schneiden und auf 2-3 Mal hinzufügen und gut unterkneten lassen. Anschließend noch für mindestens 10 Minuten weiterkneten. Der Teig ist dann wahrscheinlich noch etwas klebrig, das macht nichts.

Schüssel abdecken und zugedeckt 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Anschließend den Teig entgasen, indem man ihn durchknetet. Teig zur Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, zudecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Mit Zucker und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben, aufkochen und so lange köcheln lassen, bis der Rhabarber weich wird (ca. 6-10 Min.).

Heidelbeeren, Zitronenschale und einen kleinen Schuss Wasser zugeben und nochmal 5 Minuten weiterköcheln lassen. Sollte die Füllung zu sauer sein, kann auch noch etwas Zucker zugegeben werden. 

Füllung in eine Schüssel umfüllen, abkühlen lassen, abdecken und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. 


Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30x35 cm ausrollen. Die Rhabarber-Heidelbeer Füllung auf der Teigplatte verteilen, dabei einen Rand von etwa 2 cm frei lassen. 

Teig aufrollen und die Rolle gut verschließen, damit keine Füllung heraus läuft. Die Teigrolle für 15-30 Minuten in den Kühlschrank oder besser in den Gefrierschrank legen.

In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Backpapier auslegen oder gut fetten.

Teigrolle aus der Kühlung nehmen und mit einem Messer der Länge nach halbieren. Beide Stränge mit der Schnittfläche nach oben spiralförmig ineinander schlingen und anschließend in die vorbereitete Kastenform legen. Form zudecken und 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Die Babka sollte sich in etwa verdoppeln.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Falls gewünscht, die Babka vor dem Backen mit Eistreiche einstreichen und für 25-35 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Babka nicht zu dunkel wird.




Und hier noch die Liste mit den Blogposts der anderen Teilnehmer:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal's Backhimmel 
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Petra von Obers trifft Sahne
Johanna von Dinkelliebe | Backblog Foodblog Genussblog
Tanja von Tanja's "Süß und Herzhaft"
Tina von Küchenmomente
Britta von Brittas Kochbuch
Simone von zimtkringel
Tamara von Cakes, Cookies and more
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Birgit von Birgit D
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Katrin von Summsis Hobbyküche
Conny von Mein wunderbares Chaos
llka von Was machst du eigentlich so?!
Eva von evchenkocht
Katja von Kaffeebohne
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Yvonne von Rezepttagebuch
Geri von Lecker mit Geri
Andrea von Aprilmaedchen
Anna von teigliebe 
Anna von Frau M aus M
Simone von Deliciousdishesaroundmykitchen

Donnerstag, 14. Mai 2020

{Rezept} Maiwipfelhonig, oder auch Fichtenspitzensirup | Hustensirup selber machen


Habt ihr schon mal von Maiwipfelhonig, oder auch Fichtenspitzensirup gehört? Ich bis vor drei Jahren nicht. Denn genau heute vor drei Jahren hat Tina auf ihrem Blog Lecker & Co ein Rezept für Maiwipfelhonig veröffentlicht. Davon war ich so begeistert, dass ich ihn seitdem nachmachen wollte. Jetzt habe ich es endlich geschafft und muss sagen, dass Tina nicht zu viel versprochen hat. 

Fichtenspitzensirup kann man super als Brotaufstrich verwenden und kommt dem Geschmack von Waldhonig nahe. Er kann auch als Honigersatz verwendet werden: in Kuchen, Brot, Müsli, Tee ...







Die Fichtennadeln können aber noch mehr. Sie sollen antibakteriell, beruhigend und schleimlösend wirken und auch bei Husten helfen. Außerdem steckt in ihnen viel Vitamin C. Die jungen, hellgrünen Fichtenspitzen können auch roh, oder in Salat gegessen werden.   
Achtet beim sammeln aber darauf, nicht an stark befahrenen Straßen zu ernten. Am besten mitten im Wald. Und schön verteilt abernten, nicht alles von einem Baum/Ast. Da auch die Wildtiere diese jungen, saftigen Spitzen sehr gerne fressen, pflückt sie von weiter oben. Für mein Rezept braucht ihr 100 bis 150 g Maiwipfel, das sind zwei lockere Hände voll. 




Rezept für Maiwipfelhonig/Fichtenspitzensirup


Zutaten für ein großes Glas:
  • 100 - 150 g Fichtenspitzen
  • 250 ml Wasser
  • 250 g Rohrohrzucker

Die Fichtenspitzen unter kaltem Wasser auswaschen.

Wasser und Zucker in einen Topf gießen und aufkochen. Die Herdplatte ausschalten und die Fichtenspitzen zugeben und gut umrühren. Sie verfärben sich durch das heiße Wasser braun, wie unten im Bild zu sehen. 
Den Topf abdecken und für 24 Stunden ziehen lassen.

Anschließend alles durch ein feines Sieb gießen und die Flüssigkeit in einem weiteren Topf auffangen. Die Flüssigkeit aufkochen und solange köcheln lassen, bis sie etwa zur Hälfte eingedickt ist. Das hat bei mir etwa 1,5 - 2 Stunden gedauert. 

Nun in ein sauberes, sterilisiertes Glas füllen und verschließen. Der Sirup ist abgekühlt noch etwas dicker, wundert euch also nicht, falls er beim abfüllen noch zu flüssig ist. 




Montag, 11. Mai 2020

{Rezept} Kräuterbutter mit Schnittlauchblüten ganz einfach selber machen


Mein Schnittlauch steht gerade in voller Blüte, anstatt sie zu entsorgen werden die Schnittlauchblüten genauso verwertet. Ich gebe sie sehr gerne zu Kräuterbutter hinzu. Sie schmecken würzig und bringen ein feines zwiebeliges Aroma hinein. So passt die Butter perfekt zu Gegrilltem oder Baguette.



Kräuterbutter mache ich seit Jahren nur noch selbst, da die Zubereitung wirklich sehr easy ist und mir so viel besser schmeckt, als gekaufte. Rein kommt bei mir alles, was mein Kräutergarten gerade so her gibt. Am liebsten nehme ich Thymian, Oregano, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum. Anschließend kommt noch Knoblauch und etwas Salz hinzu und schon ist die selbstgemachte Kräuterbutter fertig. 



Rezept für Kräuterbutter mit Schnittlauchblüten

Zutaten:
  • 250 g Butter
  • 10 Schnittlauchblüten
  • einige Stängel Schnittlauch
  • 8-9 Stängel Thymian
  • 6 Stiele Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine gute Priese Salz
Die Butter einige Stunden bei Zimmertemperatur liegen lassen, damit sie schön weich wird.

Butter in eine Schüssel geben und cremig rühren.

Kräuter waschen und trocken tupfen. Schnittlauchblüten vom Stiel abzupfen und zusammen mit mit den Kräutern fein hacken.

Knoblauchzehe pressen und zusammen mit Kräutern, Blüten und Salz zur Butter geben. Alles gut verrühren. Je nach Belieben noch etwas mehr Salz hinzugeben und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. 



Mittwoch, 6. Mai 2020

{Rezept} Türkische Pogaca mit Käsefüllung


Kennt ihr Pogaca? Das sind türkische, gefüllte Teigtaschen. Ich habe sie mit klassischer Käse-Petersilien-Füllung zubereitet. Es gibt aber auch viele weitere Ideen sie zu füllen, beispielsweise mit Kartoffeln oder Hackfleisch.

Der Teig wird mit Hefe und Backpulver zubereitet und ist schön geschmeidig, weich. So lässt er sich richtig toll verarbeiten und auch bei der Form kann man variieren. Der rohe Teig riecht übrigens schon sooo köstlich, dass ich ihn am liebsten schon so gegessen hätte. 



Dieses Rezept schicke ich gerne zu Inas Blogevent "International POTLUCK". Sie sucht allerlei internationale Gerichte und ich freue mich schon auf die Zusammenfassung. Es kommt sicherlich einiges zusammen, was sich nachzukochen lohnt.





Türkische Pogaca mit Käsefüllung


Zutaten für 20 Stück

Für den Teig:
  • 50 g Milch
  • 50 g Wasser
  • 50 g Rapsöl (oder ein anderes geschmacksneutrales Öl)
  • 25 g Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 350 g Weizenmehl Type 550
  • 1 TL Salz
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 100 g Naturjoghurt

Für die Füllung:
  • 200 g Hirtenkäse
  • eine Handvoll Petersilie (alternativ TK)

Zum Einstreichen/Bestreuen:
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Milch
  • Schwarzkümmel oder Sesam


Für den Teig Milch und Wasser lauwarm erwärmen. Öl, Zucker und Hefe hinzugeben und solange rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.

Die restlichen Zutaten hinzugeben und in der Küchenmaschine für 5 Minuten zu einen geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt für 45 Minuten gehen lassen. 

Arbeitsplatte leicht ölen und Teig auf die Arbeitsfläche geben. In 20 gleichgroße Teile teilen. Diese zu Kugeln formen und zugedeckt nochmal 10 Minuten ruhen lassen. So lassen sie sich besser verarbeiten und ausrollen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür den Hirtenkäse fein zerbröseln. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, hacken und mit dem Käse vermischen. Beiseite stellen.

Nun werden die Pogacas geformt. Grundsätzlich könnt ihr sie nach Belieben formen. Ob als Hörnchen, oder nur rund ausrollen, füllen und zusammenklappen - sieht alles hübsch aus. Ich habe es folgendermaßen gemacht. Den Teig oval ausrollen, etwa 2-3 mm dick. Etwas Füllung (ca. 1 TL) auf eine Seite geben, zusammenklappen und festdrücken. Das überstehende Ende in Streifen schneiden, diese etwas auseinanderziehen, einrollen und zu einem Hörnchen formen. Zur besseren Veranschaulichung habe ich noch ein Foto angehängt.



Die Teiglinge auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen und nochmals 15 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 145°C Umluft vorheizen.

Das Ei mit der Milch verquirlen, die Pogacas damit einstreichen und mit Schwarzkümmel bestreuen. In den Ofen schieben und für etwa 25 Minuten goldbraun backen. 




Sonntag, 26. April 2020

{Rezept} Löwenzahnhonig mit Vanille und Zitrone | Veganer Honig


Die Wiesen und Felder sind im Moment voll mit Löwenzahnblüten. Wusstet ihr eigentlich, dass die gesamte Löwenzahnpflanze, also Wurzel, Blätter und Blüten verzehrbar sind? Meine Mama gibt gern ein paar Blätter mit in den Salat - mir sind sie aber ehrlich gesagt etwas zu bitter. Doch genau diese Bitterstoffe sind sehr förderlich.

Aber heute widmen wir uns ganz der Löwenzahnblüte. Oder besser gesagt den Blütenblättern davon. Zugegeben - das Abzupfen vom Blütenkelch ist etwas mühsam. Diese Arbeit lohnt sich aber auf jeden Fall! Mit Vanille und Zitrone verfeinert entsteht daraus ein super leckerer Löwenzahnhonig. Oder genauer gesagt ein sehr dickflüssiger Sirup mit der Konsistenz von Honig. 




Schon letztes Jahr habe ich einige Gläschen davon gemacht. Man kann den Löwenzahnhonig ganz einfach als Honigersatz verwenden. Ich nehme ihn zum Brotbacken, in Salatdressings oder auch aufs Butterbrot. Durch den braunen Zucker bekommt der Sirup eine leichte Karamell-Note. Ihr könnt ihn aber auch mit normalem weißen Zucker herstellen.

Die Löwenzahnblüten sammelt ihr am besten an einem sonnigen Nachmittag. Bestenfalls war es dann schon ein paar Tage sonnig, ohne Regen.



Rezept für Löwenzahnhonig mit Vanille und Zitrone


Zutaten:

  • 200 g Löwenzahnblüten (vom Blütenkelch abgezupft)
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 kg brauner Zucker

Die Löwenzahnblüten in einen großen Topf geben und mit dem Wasser übergießen. Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Die Schote mit in den Topf geben und das Mark bis morgen zur Seite stellen. Die Zitronen heiß abwaschen, in Scheiben schneiden und ebenfalls mit in den Topf geben.

Alles nun zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend abkühlen lassen und abgedeckt über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag den gesamten Topfinhalt abseihen. Die Flüssigkeit wieder in einen großen Topf geben und zusammen mit dem Zucker und das Mark der Vanilleschote unter ständigem Rühren aufkochen. Temperatur herunterdrehen, so dass alles nur noch leicht köchelt und bis zur gewünschten Konistenz einkochen lassen (kann 2-3 Stunden dauern). Beachtet bitte, dass es nach dem abkühlen noch etwas nachdickt. Am besten macht ihr immer mal wieder eine kleine Probe, indem ihr etwas mit einem Löffel entnehmt und abkühlen lasst. Hat es dann die Konsistenz von Honig, ist es genau richtig. 

Noch heiß in sterile Gläser füllen und gut verschließen.




Mittwoch, 22. April 2020

{Rezept} Bialys mit Zwiebel-Speck-Füllung | Synchronbacken April 2020


Vergangenes Wochenende wurde wieder Synchrongebacken. Die Aktion wird von Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf und Sandra von from Snuggs Kitchen organisiert. Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, oder die vergangenen Synchronbacken anschauen möchte, schaut am besten mal HIER vorbei. Wer mir auf Instagram folgt, konnte die einzelnen Arbeitsschritte mitverfolgen. Ich habe sie auch in den Highlights gespeichert.

Dieses Mal wurden Bialys von King Arthur Flour gebacken. Ich muss zugeben, Bialys hab ich bis jetzt noch nie gehört oder gesehen. Sie sehen Bagels recht ähnlich, nur dass sie mittig eben kein Loch haben, sondern gefüllt sind. Bialys ist ein jüdisches Gebäck aus Polen und vor allem in New York verbreitet. 
Die klassische Bialys-Füllung besteht aus Zwiebeln und Mohn. Ich habe sie mit Zwiebeln und Speck gefüllt, da ich keinen Mohn hier hatte. Außerdem habe ich nur die Hälfte des ursprünglichen Rezepts gemacht. Nächstes Mal werde ich aber die ganze Menge machen, sie schmecken einfach richtig lecker und werden schön fluffig. Das Rezept ist auch relativ unaufwendig und mit Übernachtgare.




Rezept für Bialys mit Zwiebel-Speck-Füllung


Zutaten für 6 Stück

Für den Teig:
  • 420 g Weizenmehl Type 550
  • 1,5 TL Salz
  • 5 g frische Hefe
  • 1/4 TL Zwiebelpulver
  • 255 g lauwarmes Wasser

Für die Zwiebel-Speck-Füllung:
  • 1/2 Zwiebel
  • 3 dünne Scheiben Bauchspeck
  • 1 TL Olivenöl zum anbraten
  • etwas Grieß zum Bestreuen des Backblechs

Für den Teig die Hefe im Wasser auflösen. Währenddessen die trockenen Zutaten miteinander vermischen, eine Mulde formen und das Hefewasser dort hineingießen. In der Küchenmaschine bei kleinster Stufe solange kneten, bis alles gerade so vermengt ist. Zugedeckt 20 Minuten rühren lassen.

Anschließend für etwa 8 Minuten auf Stufe 1-2 weiterkneten. Der Teig sollte glatt und elastisch sein. Den Teig zugedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Tag den Teig in 6 Stücke teilen (ich habe sie abgewogen), diese rund formen und auf einer leicht geölten Oberfläche für 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür die Zwiebel fein würfeln und den Speck in Streifen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebelwürfel und Speck darin anbraten. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Den Ofen auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit etwas Grieß bestreuen. Aus den Teigkugeln die Bialys formen. Dafür die Kugel so auseinander ziehen, dass zwar kein Loch entsteht, aber der Teig in der Mitte nur noch sehr dünn ist. Auf das Backblech legen. Die Füllung auf alle Teiglinge verteilen (je ca. 1 TL).

Blech in den Ofen schieben und für 8 bis 10 Minuten backen, bis die Bialys goldbraun sind. 

Eigentlich werden die Bialys noch leicht warm gegessen, aber auch kalt schmecken sie sehr lecker. Man kann sie vor dem Essen auch kurz auftoasten.





Und hier auch noch die Blogbeiträge der anderen Teilnehmer. Schaut unbedingt vorbei, es gibt viele kreative Füllungen.


zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Domeniko von Salamico
Tina von Küchenmomente
Dani von Leberkassemmel und mehr
Simone von zimtkringel
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Amber von Kuchennymi Drzwiami
Volker von Volkermampft
Tamara von Cakes, Cookies and more
Conny von Mein wunderbares Chaos
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Tanja von Miss Golosinas
Manuela von Vive la réduction!
Yvonne von Rezepttagebuch
Geri von Lecker mit Geri
Bernadette von Verkocht!

Sonntag, 19. April 2020

{Rezept} Sauerteig-Skyr-Brot | Topfbrot


Wieder einmal habe ich ein neues Brotrezept ausprobiert. Gebacken wurde es natürlich wieder im Gusseisernen Topf. Darin gelingen die Brote einfach immer und werden so richtig schön saftig. 
Das Sauerteig-Skyr-Brot kommt mit wenig Frischhefe aus und der Vorteig wird am Abend zuvor angesetzt.

Habt ihr eigentlich schon euer eigenes Anstellgut im Kühlschrank? Wenn nicht, traut euch! So ein Sauerteig im Brot macht geschmacklich wirklich einiges her. 




Rezept für ein Sauerteig-Skyr-Brot

Zutaten für den Vorteig:
  • 40 g Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 100 g lauwarmes Wasser
  • 100 g Roggenvollkornmehl

Zutaten für den Hauptteig:
  • 7 g frische Hefe
  • 150 g lauwarmes Wasser
  • 60 g Roggenvollkornmehl
  • 350 g Weizenmehl 550
  • 100 g Skyr
  • 15 g Salz
  • 15 g Zuckerrübensirup
  • optional: 1 TL Brotgewürz

Für den Vorteig das Anstellgut mit dem Wasser verrühren. Anschließend das Mehl hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Für etwa 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. 

Für den Hauptteig die Hefe im Wasser auflösen und zusammen mit den restlichen Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine gebebn. Etwa 8 Minuten bei Stufe 1-2 kneten. 

Zugedeckt 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Nach 1 Stunde den Teig mehrmals dehnen und falten.

Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, erneut mehrmals falten und rundwirken. Mit dem Schluss nach unten in ein Gärkörbchen geben und eine halbe Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen mit einem Gusseisernen Topf auf 220°C Umluft für eine halbe Stunde vorheizen.

Nach der Gehzeit das Brot in den heißen Topf kippen, Deckel drauf und in den Ofen schieben. Für 40 Minuten backen. Anschließend den Deckel abnemen und je nach Wunsch noch für etwa 10 Minuten weiterbacken. 

Nach dem Backen das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.



Dienstag, 14. April 2020

{Rezept} Bärlauch Tomaten Pesto mit Sonnenblumenkernen


Ich muss zugeben, eigentlich bin ich kein Fan von Bärlauchpesto. Auch wenn ich Bärlauch sonst sehr gerne mag - als Pesto ist er mir einfach zu intensiv. Trotzdem habe ich es nochmal gewagt und getrocknete Tomaten zugegeben. So schmeckt es mir tatsächlich richtig gut! Statt Pinienkerne wie beim klassischen Pesto habe ich Sonnenblumenkerne genommen. Und weniger Öl. Wer das Pesto aber etwas öliger möchte, der gibt einfach noch einen Schuss dazu. Noch dazu ist es wirklich blitzschnell zubereitet.



Bärlauch-Pesto passt super zu Nudeln, dient aber auch als Grundlage für viele Rezepte. Man kann es beispielsweise in Soßen geben, zu Faltenbrot verarbeiten oder Blätterteigstangen daraus machen.




Rezept für Bärlauch Tomaten Pesto mit Sonnenblumenkernen

Zutaten für ein großes Glas:

  • 60 g Bärlauch
  • 20 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Parmesan
  • 40 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • 60 ml Olivenöl
  • Salz/Pfeffer

Den Bärlauch mit kaltem Wasser waschen und gut trocken tupfen.

Zuerst den Parmesan in einen Mixer geben und grob mixen. Dann alle restlichen Zutaten zugeben und bis zur gewünschten Konsistenz mixen. Wenn ihr keinen Mixer habt, geht auch ein Pürierstab. 

Das Pesto in ein Glas umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.