Home Kuchen, Torten, Kekse & CoDreistöckige vegane Hochzeitstorte selber machen – meine Tipps und Rezepte für eine mehrstöckige Torte

Dreistöckige vegane Hochzeitstorte selber machen – meine Tipps und Rezepte für eine mehrstöckige Torte

by Bettina von homemade-baked
Ausschnitt einer veganen dreistöckigen hochzeitstorte, dekoriert mit frischen blumen

Eine dreistöckige vegane Hochzeitstorte selber machen ist ein großes Projekt, aber mit guter Planung, stabilen Rezepten und ausreichend Kühlzeit absolut machbar. Für mich war es ein ganz besonderes Geschenk für meinen Bruder und eine Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde.

Meine erste dreistöckige vegane Hochzeitstorte für 100 Personen – Erfahrungen, Rezepte und Tipps

Als mein Bruder mich fragte, ob ich seine Hochzeitstorte backen würde, musste ich nicht lange überlegen. Die Antwort war sofort klar: Ja!

Was ich in diesem Moment allerdings noch nicht wusste: Die Hochzeitstorte sollte komplett vegan werden – und obwohl ich bereits einige Torten gebacken hatte, war dies mein erstes großes veganes Backprojekt. Eine spannende Herausforderung, der ich mich mit viel Freude und Herzblut gestellt habe.

Am Ende entstand eine dreistöckige Hochzeitstorte für knapp 100 Gäste. Es war meine zweite Torte mit drei Etagen, die ich bereits zu Hause vollständig gestapelt habe. Rückblickend würde ich das oberste Stockwerk beim nächsten Mal erst direkt vor Ort aufsetzen, denn der Transport war beide Male eine echte Zitterpartie.

Heute möchte ich euch mitnehmen hinter die Kulissen dieser besonderen Hochzeitstorte und meine Erfahrungen, Rezepte sowie einige Tipps für mehrstöckige Torten mit euch teilen. Vorne weg: Ich bin eine reine Hobbybäckerin. Ich habe es weder gelernt, noch einen Kurs gemacht. Alles habe ich mir durch ausprobieren und recherchieren selbst beigebracht.

drei fertig eingestrichene vegane Torten, bevor sie zu einer dreistöckigen Hochzeitstorte zusammengesetzt werden

Meine größte Herausforderung: Eine vegane Hochzeitstorte

Mehrstöckige Hochzeitstorten sind bereits eine Herausforderung, der ich mich aber schon öfters gestellt habe. Bei einer veganen Hochzeitstorte kommen noch weitere Fragen hinzu:

  • Welche Böden bleiben stabil genug?
  • Welche Cremes eignen sich zum Füllen?
  • Wie gelingt eine standfeste vegane Buttercreme, die auch schmeckt?
  • Hält die Torte auch bei sommerlichen Temperaturen?

Da ich zuvor noch keine Erfahrung mit veganen Torten hatte, habe ich zunächst mehrere Probetorten gebacken. So konnte ich verschiedene Rezepte testen, Erfahrungen sammeln und herausfinden, welche Kombinationen geschmacklich am besten funktionieren.

Mein Anspruch war dabei nicht nur, eine vegane Hochzeitstorte zu backen, sondern eine Torte, die einfach richtig lecker schmeckt und auch Gäste überzeugt, die sich normalerweise nicht vegan ernähren.

Die größte Herausforderung war für mich tatsächlich die Buttercreme. Es hat einige Versuche gebraucht, bis ich eine vegane Butter gefunden hatte, die sich gut verarbeiten lässt und gleichzeitig keinen zu dominanten Eigengeschmack mitbringt. Gerade bei einer Hochzeitstorte, bei der die Buttercreme einen wichtigen Teil des Gesamtgeschmacks ausmacht, war mir das besonders wichtig. Das Rezept für die Buttercreme habe ich bei The Slow Baker gefunden. Wenn ihr öfters vegan backen möchtet, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei. Lara kreiert so wundervolle Torten, und das alles vegan!

Die drei Etagen der Hochzeitstorte

Unten: Mandelboden mit Frischkäsecreme und Erdbeermarmelade

Die unterste Etage sollte stabil, saftig und bei möglichst vielen Gästen beliebt sein. Deshalb habe ich mich für Mandelböden entschieden, die mit einer veganen Frischkäse-Sahne-Creme und frisch gekochter, selbstgemachter Erdbeermarmelade gefüllt wurden. Erdbeermarmelade deshalb, weil die Torte über mehrere Tage hergestellt wird und frische Früchte schneller verderben würden. Die Kombination war fruchtig, frisch und gleichzeitig sehr standfest.

Mittig: Schokotorte mit Schoko-Creme und Himbeeren

Für die mittlere Etage durfte es etwas schokoladiger werden, das ist bei den Gästen auch immer sehr beliebt. Die Schokoböden wurden mit einer cremigen Schokoladenfüllung und Himbeeren kombiniert. Die leichte Säure der Beeren bildet einen wunderbaren Kontrast zur Schokolade.

Als ich diese Torte probe gebacken habe, hatte ich für die Ganache nur Zartbitterschokolade genommen. Das war uns allen etwas zu herb, deshalb kam bei der Hochzeitstorte noch etwas Zucker dazu und ein Teil vegane Vollmilchschokolade. Das ist aber alles Geschmackssache und kann je nach Vorlieben abgewandelt werden.

Oben: Carrot Cake mit Frischkäse-Frosting

Die oberste Etage bestand aus einem saftigen Carrot Cake mit veganem Frischkäse-Frosting. Ein Klassiker, der ebenfalls immer gut ankommt.

Vegane Vanilletortenböden, 6 Stück übereinander gestapelt, direkt nach dem Schneiden

Mein Zeitplan für die Hochzeitstorte

Eine der häufigsten Fragen ist: „Wie lange braucht man eigentlich für so eine Hochzeitstorte?“

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Zum einen spielt die eigene Erfahrung eine große Rolle, zum anderen beeinflussen auch die gewählten Böden, Füllungen und die Dekoration den Zeitaufwand. Für diese Hochzeitstorte habe ich mich bewusst für eher unkomplizierte, aber dennoch sehr leckere Geschmacksrichtungen entschieden. Dadurch blieb das Projekt auch in meinem Alltag mit zwei Kindern gut umsetzbar.

Die Arbeiten habe ich auf drei beziehungsweise dreieinhalb Tage verteilt. Begonnen habe ich bereits am Donnerstag, obwohl die Hochzeit erst am Samstag stattfand.

So hatten die Böden genügend Zeit zum Auskühlen und die einzelnen Torten konnten zwischen den Arbeitsschritten immer wieder gründlich durchkühlen. Gerade bei einer mehrstöckigen Torte sind diese Ruhe- und Kühlzeiten unglaublich wichtig und sollten bei der Planung nicht unterschätzt werden.
Bis Freitagabend war die Hochzeitstorte komplett fertiggestellt. Lediglich die Blumendekoration fehlte noch. Da ich die Blumen möglichst frisch haben wollte, habe ich diese erst am Morgen der Hochzeit angebracht.

Gerade die Kühlzeiten werden oft unterschätzt. Dabei sind sie ein entscheidender Faktor für die Stabilität einer mehrstöckigen Torte. Wenn die Torten nach dem Füllen, Einstreichen oder Stapeln gut gekühlt werden, lassen sie sich deutlich einfacher verarbeiten und behalten später ihre Form.

Tag 1: Böden backen und erste Vorbereitungen

Mittwoch Abend – drei Tage vor der Hochzeit – habe ich mit den Böden begonnen. Die fertig gebackenen Böden durften anschließend über Nacht vollständig auskühlen. Eingewickelt in Frischhaltefolie oder einen Gefrierbeutel bleiben sie schön saftig und trocknen nicht aus. Die Kühlzeit hat außerdem noch einen großen Vorteil: Am nächsten Tag lassen sich die Tortenböden deutlich einfacher und sauberer schneiden.

Zusätzlich habe ich noch eine frische Erdbeermarmelade gekocht, die später als fruchtige Komponente in der unteren Etage verwendet wurde.

Tag 2: Füllungen vorbereiten und Torten zusammensetzen

Am Donnerstag Morgen wurden die verschiedenen Cremes vorbereitet und die einzelnen Torten nacheinander gefüllt. Nach dem Füllen habe ich jede Torte mit Tortenrandfolie* (Werbung) umwickelt, mit einem Tortenring stabilisiert und anschließend nochmals mit Frischhaltefolie abgedeckt.

Danach durften die gefüllten Torten über Nacht im Kühlschrank durchkühlen. Diese Ruhezeit ist besonders wichtig, damit sich die Füllungen setzen können und die Torten später stabil bleiben.

Tag 3: Einstreichen, Stapeln und Dekorieren

Am Freitag ging es an das Einstreichen der Torten. Zuerst habe ich die Buttercreme vorbereitet. Da die Buttercreme für eine schöne helle und cremige Konsistenz einige Zeit aufgeschlagen werden muss, sollte man diesen Schritt nicht unterschätzen.

Anschließend bekamen die Torten zunächst eine dünne Krümelschicht. Diese bindet lose Krümel und sorgt dafür, dass die finale Schicht später schön glatt und krümelfrei bleibt.

Nach einer weiteren Kühlzeit folgte die endgültige Schicht Buttercreme in Weiß und einem zarten Grünton. Am Abend wurden die einzelnen Etagen vorsichtig gestapelt und die Torte – bis auf die Blumendekoration – fertiggestellt.

Tag 4: Frische Blumendekoration

Da ich die Blumen möglichst frisch und schön für die Hochzeit haben wollte, habe ich diese erst am Morgen der Hochzeit angebracht.

Damit die Blumenstiele nicht direkt mit der Torte in Kontakt kommen und kein Pflanzensaft in die Torte gelangen kann, werden die Stiele vorher mit etwas Frischhaltefolie oder Floristenband* (Werbung) geschützt.

Die wichtigste Erkenntnis: Gute Planung ist alles

Wenn ich nur einen einzigen Tipp für mehrstöckige Torten geben dürfte, dann diesen: Plane genügend Zeit ein. Die reine Arbeitszeit für meine Hochzeitstorte betrug etwa 7 Stunden und 35 Minuten.

Nicht mit eingerechnet sind:

  • Planung
  • Einkauf
  • Probetorten
  • Backzeiten
  • Kühlzeiten
  • Abwasch
  • Transport

So stabilisierst und stapelst du eine mehrstöckige Torte

Damit eine mehrstöckige Torte ihr eigenes Gewicht problemlos tragen kann, muss sie richtig stabilisiert werden. Die einzelnen Etagen werden dabei nicht einfach aufeinander gestapelt, sondern durch Zwischenböden und Stützen entlastet.

Jede Torte erhält einen eigenen, unsichtbaren Zwischenboden. Dieser sorgt dafür, dass das Gewicht der oberen Etagen nicht direkt auf der darunterliegenden Torte lastet. Die Last wird stattdessen über Stützen innerhalb der Torte abgeleitet.

Als Zwischenböden verwende ich Kapaplatten* (Werbung). Diese sind lebensmittelecht und lassen sich einfach auf die gewünschte Größe zuschneiden. Alternativ kannst du auch fertige Cakeboards* (Werbung) in passender Größe verwenden. Ich schneide die Kapaplatten minimal kleiner als den Durchmesser der mittleren und oberen Etage zu und nutze sie bereits beim Füllen als Tortenunterlage auf einem Tortenretter.

Zusätzlich werden sogenannte Tortendübel* (Werbung) benötigt. Dafür verwende ich etwas dickere Strohhalme* (Werbung), die ich etwa 1 bis 2 Millimeter kürzer als die jeweilige Tortenhöhe zuschneide. So verschwinden sie vollständig in der Torte und tragen gleichzeitig das Gewicht der darüberliegenden Etage.

Für diese Hochzeitstorte habe ich pro Etage vier Stützen verwendet. Rückblickend würde ich bei einer ähnlich großen Torte jedoch eher fünf bis sechs Stützen einsetzen, da mir die Konstruktion beim Transport etwas zu wackelig war. Gerade bei schweren oder hohen Torten sorgt eine zusätzliche Stütze für mehr Sicherheit.

Beim Stapeln werden zunächst die Tortendübel in die unterste Etage eingesetzt. Anschließend wird die mittlere Etage vorsichtig aufgesetzt. Danach folgen erneut Tortendübel in der mittleren Etage, bevor die oberste Torte ihren Platz bekommt.

Falls nötig, können jetzt nochmal kleine Ausbesserungen an der Buttercreme durchgeführt werden. Übergänge und Druckstellen lassen sich damit schnell korrigieren. Danach ist die Torte (wieder gut durchgekühlt) bereit für die finale Dekoration.

Frische Blumen auf Torten – darauf solltest du achten

Ich liebe frische Blumen auf Torten. Sie verpassen einer Hochzeitstorte das gewisse Etwas und lassen sie einfach wunderschön aussehen. Damit sie schön und frisch bleiben, kommen sie erst kurz vor dem Transport an die Torte.

Wichtig ist allerdings, dass die Blumenstiele niemals direkt mit der Torte in Kontakt kommen. Deshalb umwickle ich die Stiele vor dem Einsetzen mit Frischhaltefolie* (Werbung) oder Floristenband* (Werbung). So bleibt die Torte lebensmittelsicher und die Blumen sehen trotzdem wunderschön aus.

Würde ich wieder eine Hochzeitstorte backen?

Definitiv.

Auch wenn eine Hochzeitstorte viel Planung und Arbeit bedeutet, war es ein unglaublich schönes Gefühl, meinem Bruder und seiner Frau an ihrem besonderen Tag eine selbstgemachte Torte zu schenken. Und ein noch schöneres Gefühl war es, dass die Torte von allen gelobt wurde. Geschmacklich, aber auch optisch. Mir fiel wirklich ein riesiger Stein vom Herzen!

Vielleicht macht dir dieser Beitrag Mut, selbst einmal eine mehrstöckige Torte zu backen. Mit etwas Planung, Geduld und den richtigen Rezepten ist mehr möglich, als man zunächst denkt.

Meine 10 Tipps für mehrstöckige Torten

1. Genug Zeit einplanen

Verteile die Arbeit auf mehrere Tage. Wenn du noch nie eine mehrstöckige Torte gebacken hast, mach vorher eine Probetorte. Daran kannst du auch verschiedene Dekorationen und das Einstreichen üben.

Die Planung beginnt schon viel früher. Fange bestenfalls 2-3 Monate vorher an, so kannst du bei Unsicherheiten eine Probetorte backen und weißt, wie viel Zeit du dafür benötigst. Außerdem hast du so noch genug Spielraum Material und Utensilien zu besorgen.

2. Nur stabile Füllungen verwenden

Zu weiche Cremes können später Probleme machen. Die Torte könnte seitlich einreißen oder in sich zusammensacken. Solltest du eine weiche Creme verwenden, oder dir nicht sicher sein, mache beim Füllen einen Buttercremering am Rand der einzelnen Tortenböden, bevor du sie mit der Creme füllst. Dieser gibt zusätzliche Stabilität.

3. Cremeschichten nicht zu dick auftragen

Dadurch bleibt die Torte standfest. Ich mache dafür lieber 1-2 Böden mehr und dafür dünnere Cremeschichten.

4. Torten immer gut durchkühlen

Kalte Torten lassen sich viel einfacher einstreichen und sind viel stabiler.

5. Mit einer Krümelschicht arbeiten

Sie bindet lose Krümel und sorgt für eine glatte Oberfläche.

6. Torten mit Tortenringen stabilisieren

Nach dem Füllen sollten die einzelnen Torten über Nacht ruhen. Ich habe sie mit Tortenrandfolie* (Werbung) umwickelt und anschließend einen Tortenring darumgespannt. Sollte die Torte beim Füllen etwas schief geworden sein, wird sie so wieder gerade gezwungen 😉 Hast du nicht genug Tortenringe, kannst du hier auch einfach den Rand der Springform nutzen, in der du die Böden gebacken hast.

7. Mit Stützen und Zwischenböden arbeiten

Das gibt zusätzliche Stabilität (siehe auch oben, dort habe ich es ganz genau beschrieben). Hier lieber eine Stütze zu viel einsetzen, damit der Transport keine Wackelpartie wird.

Ganz wichtig ist auch, dass die Haupttortenplatte, also auf die die Torte dann steht sehr stabil ist und sich nicht biegt. So kann die Torte stabil getragen werden und bekommt keine Risse durch unstabile Tortenplatten. Diese hier* (Werbung) wäre sehr stabil. Ich habe eine 5mm dicke runde Plexiglasplatte mit einer passend zugeschnittenen Holzplatte miteinander verbunden und als Tortenplatte benutzt. Das hat super funktioniert.

Außerdem nutze ich zum Böden teilen, füllen und einstreichen immer eine Drehplatte. Das erleichtert mir die Arbeit soo sehr! Bisher hatte ich immer eine aus Kunststoff* (Werbung), die zwar ihren Zweck erfüllt, aber bei dem Gewicht dieser dreistöckigen veganen Hochzeitstorte (10 kg!) an ihre Grenzen kam. Deshalb habe ich mir jetzt für alle zukünftigen Torten eine stabilere Drehplatte* (Werbung) gekauft.

8. Buttercreme zum Ausbessern bereithalten

Ich nehme immer etwas Buttercreme mit (falls ich selbst vor Ort bin, sonst gebe ich einfach etwas mit). So kann ich ggf. kleine Reparaturen nach dem Transport durchführen.

9. Frische Blumen immer schützen

Die Stiele sollten immer umwickelt werden, damit kein Pflanzensaft mit der Torte in Kontakt kommt. Oben habe ich beschrieben, wie ich es mache.

10. Ein eigener Kühlschrank

Ich empfehle immer einen eigenen Kühlschrank. So kann die Torte keine Gerüche von anderen Lebensmitteln annehmen. Beachte, dass die Tortenplatte Platz haben muss und man die einzelnen Böden herausnehmen kann.

Wir haben im Keller noch einen mittelgroßen Kühlschrank stehen, in dem normalerweise Getränke gelagert sind. Mache ich eine Torte wird dieser kurzfristig zweckentfremdet. Solche Kühlschränke lassen sich auch günstig gebraucht erstehen, oder du kannst von Freunden/Familie einen ausleihen.

Meine verwendeten Produkte

Da viele vegane Ersatzprodukte einen starken Eigengeschmack haben oder sich von der Konsistenz her einfach nicht für stabile Torten eigenen, möchte ich meine eigenen Erfahrungen (als nicht-Veganerin) hier teilen. Ich habe einiges ausprobiert, sicherlich gibt es aber auch genauso gute Alternativen, die ich nicht getestet habe.

  • Frischkäse -> Vemondo vegan Goldessa Classic (Lidl)
  • Sahne -> Rama Cremefine 100% Pflanzlich (schmeckt sehr neutral) alternativ: dmBio schlagcreme vegan (auf Kokosbasis und schmeckt daher nach Kokos). Wichtig ist hier ein Fettanteil von mindestens 30%.
  • Milch -> Sojamilch, eignet sich von allen Milchersatzprodukten am besten zum Backen.
  • Butter -> Hier stand ich vor dem größten Rätsel, da mich vegane Butter-Alternativen geschmacklich einfach nicht überzeugt haben und die der Geschmack hier wegen der Buttercreme zum Einstreichen natürlich eine große Rolle spielt. Letztendlich bin ich bei einer Mischung aus Alsan-S und Alsan-Bio gelandet.

Thema Ei-Ersatz: Ich dachte lange, ich brauche einen Ei-Ersatz, habe mir aber auch sagen lassen, das dieser nicht unbedingt schmeckt. Also habe ich begonnen zu recherchieren und bin auf den Entschluss gekommen, eben keinen Ei-Ersatz zu benötigen. Vegane Tortenböden können super fluffig werden, wenn man ein paar Dinge beachtet:

  1. Nicht zu lange rühren. Einfach zuerst die Trockenen Zutaten und anschließend die Feuchten Zutaten vermengen. Dann beides zusammengeben und vorsichtig unterheben, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind.
  2. Für die Fluffigkeit sorgt die Kombination aus Natron (zusätzlich zum Backpulver) und Apfelessig. Keine Angst, man schmeckt es am Ende nicht, aber genau dadurch wird der Kuchenboden schön luftig.

Ein paar Worte zum Abschluss

Ich teile hier meine Erfahrung und mein Wissen, so wie es bei MIR am besten funktioniert. Ich bin Hobbybäckerin und keine Konditorin, habe aber schon etwas Erfahrung mit mehrstöckige Torten. Es gibt nicht immer nur einen richtigen Weg, sondern mehrere. Die Produkte und verwendeten Utensilien die ich zeige, sind meine persönlichen Empfehlungen.

Ich freue mich sehr, wenn ich mit diesem Beitrag helfen kann. Bei Fragen immer gerne her damit, einfach einen Kommentar hinterlassen! 🙂

Dreistöckige vegane Hochzeitstorte selber machen – meine Tipps und Rezepte für eine mehrstöckige Torte

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Eine dreistöckige vegane Hochzeitstorte selber machen ist ein größeres Projekt, aber mit guter Planung, stabilen Rezepten und ausreichend Kühlzeit absolut machbar. Für mich war es ein ganz besonderes Geschenk für meinen Bruder und eine Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde.
dreistöckige vegane hochzeitstorte mit schokodrip und frischen blumen dekoriert
Vorbereitung 3 Stunden
Zubereitung 8 Stunden
Back- und Kühlzeiten 20 Stunden
Gesamt 1 day 7 Stunden
Portionen: 100 Portionen
Gericht: Kuchen, Torten, Kekse & Co
Küche: Deutschland

Zutaten
  

Böden unterste Etage: Mandelböden
  • 500 g Weizenmehl Typ 550
  • 40 g Speisestärke
  • 2 Pck Backpulver
  • 1 gestr. TL Natron
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Zucker
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 560 ml Sojamilch
  • 200 ml Rapsöl
  • 60 g Sprudelwasser
  • 2 EL Apfelessig
Böden mittlere Etage: Schokoböden
  • 300 g heißes, nicht kochendes Wasser
  • 5 g Instant-Kaffeepulver
  • 450 g Weizenmehl Typ 550
  • 55 g Speisestärke
  • 70 g Kakaopulver
  • 12 g Natron
  • 9 g Backpulver
  • 300 g Zucker
  • 150 g brauner Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 21 g gemahlene Leinsamen
  • 2 Priesen Salz
  • 360 g Sojamilch Zimmertemperatur
  • 3,5 TL Apfelessig
  • 170 g Rapsöl
Böden oberste Etage: Karottenkuchen
  • 60 g Walnüsse gehackt
  • 185 g Weizenmehl Typ 550
  • 6 g Backpulver
  • 1 g Natron
  • 1,5 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Zucker
  • 70 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Vanillepulver* oder Vanilleextrakt
  • 7 g gemahlene Leinsamen
  • 150 g Karotten fein geraspielt
  • 150 g Sojamilch
  • 60 g Rapsöl
  • 1 EL Apfelessig
Füllung unterste Etage: Vanille-Sahnecreme mit Erdbeermarmelade
  • 370 g veganer Frischkäse
  • 300 g vegane Sahne
  • 4 TL San Apart
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 1 kleines Glas frisch gekochte Erdbeermarmelade
Füllung mittlere Etage: Schoko-Ganache und Himbeeren
  • 220 g vegane Schokolade Zartbitter und/oder Vollmilch
  • 200 g vegane Sahne
  • 3 TL Zucker
  • 200 g vegane Sahne kalt
  • 200-300 g Himbeeren TK
Füllung obere Etage: Frischkäse-Frosting
  • 150 g vegane Butter
  • 90 g Puderzucker
  • 1 TL Vanillepulver* oder Vanilleextrakt
  • 1/2 Zitrone (den Schalenabrieb davon)
  • 225 g veganer Frischkäse
Buttercreme
  • 750 g vegane Butter
  • 300 g vegane Sahne
  • 1,5 g Salz
  • 675 g Puderzucker

*Werbung/Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Method
 

Böden unterste Etage: Mandelböden
  1. 2 Springformen mit Backpapier bespannen und beiseite stellen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  2. Mehl, Stärke, Backpulver und Natron mit einem Mehlsieb in eine Rührschüssel sieben. Mandeln, Zucker und Vanillezucker hinzufügen und alles verrühren.
    500 g Weizenmehl Typ 550, 40 g Speisestärke, 2 Pck Backpulver, 1 gestr. TL Natron, 150 g gemahlene Mandeln, 300 g Zucker, 2 Pck Vanillezucker
  3. Milch, Öl, Wasser und Apfelessig miteinander verrühren, zu den trockenen Zutaten geben und vorsichtig, nicht zu lange unterrühren.
    560 ml Sojamilch, 200 ml Rapsöl, 60 g Sprudelwasser, 2 EL Apfelessig
  4. In die vorbereiteten Springformen geben und für etwa 60 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Für 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend herausnehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
  5. Nach dem Abkühlen in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank geben.
Böden mittlere Etage: Schokoböden
  1. 2 Springformen mit Backpapier bespannen und beiseite stellen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  2. Instant-Kaffeepulver in heißem Wasser auflösen und beiseite stellen.
    300 g heißes, nicht kochendes Wasser, 5 g Instant-Kaffeepulver
  3. Mehl, Stärke, Kakaopulver, Natron und Backpulver mischen und mit einem Mehlsieb in eine Rührschüssel sieben. Zucker, brauner Zucker, Vanillezucker, Leinsamen und Salz hinzufügen und verrühren.
    450 g Weizenmehl Typ 550, 55 g Speisestärke, 70 g Kakaopulver, 12 g Natron, 9 g Backpulver, 300 g Zucker, 150 g brauner Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 21 g gemahlene Leinsamen, 2 Priesen Salz
  4. Milch, Essig und Öl in einer separaten Schüssel vermengen, Kaffee (aufgelöster Instant-Kaffee in Wasser) hinzufügen und verrühren.
    360 g Sojamilch, 3,5 TL Apfelessig, 170 g Rapsöl
  5. Die trockenen zu den feuchten Zutaten geben und vorsichtig nicht zu lange unterrühren. Teig in die vorbereiteten Springformen geben und für etwa 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Für 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend herausnehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
Böden oberste Etage: Karottenkuchen
  1. 2 Springformen mit Backpapier bespannen und beiseite stellen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  2. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, beiseite stellen.
    60 g Walnüsse
  3. Mehl, Backpulver, Natron und Zimt vermischen und mit einem Mehlsieb in eine Rührschüssel sieben. Salz, Zucker, brauner Zucker, Vanillepulver, gemahlene Leinsamen und fein geraspelte Karotten vermischen.
    185 g Weizenmehl Typ 550, 6 g Backpulver, 1 g Natron, 1,5 TL Zimt, 1 Prise Salz, 70 g Zucker, 70 g brauner Zucker, 1/2 TL Vanillepulver*, 7 g gemahlene Leinsamen, 150 g Karotten
  4. Milch, Öl und Essig miteinander vermischen.
    150 g Sojamilch, 60 g Rapsöl, 1 EL Apfelessig
  5. Die trockenen zu den feuchten Zutaten geben und vorsichtig nicht zu lange unterrühren. Teig in die vorbereiteten Springformen geben und für etwa 40 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Für 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend herausnehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
Füllung unterste Etage: Frischkäse-Sahne Creme mit Erdbeermarmelade
  1. Frischkäse und Sahne in eine Rührschüssel geben und kurz mit dem Handmixer aufschlagen. Nach und nach San Apart und Vanillezucker hinzufügen und steif schlagen.
    370 g veganer Frischkäse, 300 g vegane Sahne, 4 TL San Apart, 2 Pck Vanillezucker
  2. Die Mandelböden aus dem Kühlschrank holen und jeweils 2x Teilen. Das funktioniert am besten mit einem langen Tortenmesser, oder Tortenschneider. Insgesamt ergibt dies 6 gleichdicke Böden.
  3. Einen EL der Creme auf die Tortenplatte (auf der die Torte dann endgültig steht, sie sollte sehr stabil sein und sich nicht biegen) geben, etwas verstreichen und den ersten Boden mittig darauf geben. Die Drehplatte zur Hilfe nehmen.
  4. 1/5 der Creme (ich wiege immer ab und rechne die Menge dann aus) mit einer Winkelpalette auf dem Boden verteilen. 3-5 EL Erdbeermarmelade daraufgeben und so verstreichen, dass am Rand ca. 1 cm frei bleibt.
    Den nächsten Boden aufsetzen und so weiter verfahren, bis 5 Creme-Schichten aufgebaut sind. Mit einem Boden enden. Nimmt man hier als letzten Boden das untere Teil umgedreht, bekommt man eine schöne Kante.
  5. Mit Tortenrandfolie umwickeln, Tortenring darum spannen und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. die Torte so einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.
    1 kleines Glas frisch gekochte Erdbeermarmelade
Füllung mittlere Etage: Schoko-Ganache und Himbeeren
  1. Schokolade hacken und in eine Schüssel geben.
    220 g vegane Schokolade Zartbitter und/oder Vollmilch
  2. 200 g vegane Sahne mit Zucker zum Kochen bringen, über die gehackte Schokolade gießen und 5 Minuten ruhen lassen. Dann verrühren.
    200 g vegane Sahne, 3 TL Zucker
  3. Die kalte Sahne aufschlagen und in 3 Portionen unter die Ganache heben.
    200 g vegane Sahne
  4. Die Schokoböden aus dem Kühlschrank holen und jeweils 2x Teilen. Das funktioniert am besten mit einem langen Tortenmesser, oder Tortenschneider. Insgesamt ergibt dies 6 gleichdicke Böden.
  5. Passendes Cake Board (1-2 cm kleiner, als die Tortenböden) auf einen Tortenretter legen. 1 EL der Creme darauf geben, etwas verstreichen und den ersten Boden mittig darauf legen. Dabei die Drehplatte zur Hilfe nehmen.
  6. 1/5 der Creme (abwiegen!) mit einer Winkelpalette auf dem Boden verteilen, anschließend 1 Handvoll Himbeeren darauf geben und etwas in die Creme drücken.
    Den nächsten Boden aufsetzen und so weiter verfahren, bis 5 Creme-Schichten aufgebaut sind. Mit einem Boden enden. Nimmt man hier als letzten Boden das untere Teil umgedreht, bekommt man eine schöne Kante.
    200-300 g Himbeeren
  7. Mit Tortenrandfolie umwickeln, Tortenring darum spannen und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. die Torte so einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Füllung obere Etage: Frischkäse-Frosting
  1. Butter und Puderzucker mit dem Handmixer cremig schlagen. Vanillepulver und fein geriebene Zitronenschale unterrühren. Frischkäse hinzufügen und gut verrühren.
    150 g vegane Butter, 90 g Puderzucker, 1 TL Vanillepulver*, 1/2 Zitrone (den Schalenabrieb davon), 225 g veganer Frischkäse
  2. Die Karottenböden aus dem Kühlschrank holen und jeweils 2x Teilen. Das funktioniert am besten mit einem langen Tortenmesser, oder Tortenschneider. Insgesamt ergibt dies 6 gleichdicke Böden.
  3. Passendes Cake Board (1-2 cm kleiner, als die Tortenböden) auf einen Tortenretter legen. 1 EL der Creme darauf geben, etwas verstreichen und den ersten Boden mittig darauf legen. Dabei die Drehplatte zur Hilfe nehmen.
  4. 1/5 der Creme (abwiegen!) mit einer Winkelpalette auf dem Boden verteilen.
    Den nächsten Boden aufsetzen und so weiter verfahren, bis 5 Creme-Schichten aufgebaut sind. Mit einem Boden enden. Nimmt man hier als letzten Boden das untere Teil umgedreht, bekommt man eine schöne Kante.
  5. Mit Tortenrandfolie umwickeln, Tortenring darum spannen und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. die Torte so einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Buttercreme
  1. Die vegane Butter in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und für mehrere Minuten hellcremig aufschlagen.
    750 g vegane Butter
  2. Vegane Sahne mit Salz und (gesiebtem) Puderzucker vermischen und unter Weiterrühren langsam zur aufgeschlagenen Butter geben. Mit einem Teigschaber am Rand entlang fahren und nochmal aufschlagen.
    300 g vegane Sahne, 1,5 g Salz, 675 g Puderzucker
  3. Um die Luftbläschen aus der Buttercreme zu bekommen, die Küchenmaschine einfach für mehrere Minuten auf langsamster Stufe laufen lassen.
Die Torte einstreichen
  1. Alle drei Torten nacheinander mit einer dünnen Krümelschicht einstreichen. Ich verteile die Buttercreme immer erst mit einer kleinen Winkelpalette und ziehe sie anschließend mit einem Tortenkamm ab. Anschließend wieder kühlen.
  2. Dann die zweite (finale) Buttercremeschicht auftragen. Wie du auf den Fotos sehen kannst, habe ich zum Teil mit grün eingefärbter Creme gearbeitet.
    Wieder gut durchkühlen lassen.
  3. Tipp: Immer etwas Buttercreme übrig lassen. Damit können später noch Reparaturen durchgeführt werden.
Die Torte stapeln
  1. Zum Stapeln zuerst die unterste Etage (Erdbeer-Mandel-Torte) aus dem Kühlschrank nehmen. 5-6 Tortendübel (oder dicke, stabile Strohhalme) hineinstecken (einen mittig und die anderen darum verteilt, darauf achten, dass das Cake Board der mittigen Etage darauf Platz hat und sie nicht zu weit außen verteilt werden). Die Tortendübel 1-2 mm kürzer als die Torte hoch ist zuschneiden und ganz hinein stecken.
    Darauf achten, dass die Dübel gleichlang sind, so entsteht eine gerade Torte. Ggf. mit einer Wasserwaage arbeiten.
  2. Etwas Buttercreme in die Mitte geben und die mittlere Etage darauf setzten. Anschließend wie in der untersten Etage 5-6 Tortendübel hineinstecken.
  3. Wieder etwas Buttercreme in die Mitte geben und die oberste Etage darauf platzieren.
  4. Falls nötig kleine Reparaturen an der Buttercreme durchführen und entstandene Lücken damit füllen. Torte bis zum Dekorieren in den Kühlschrank stellen.
Dekorieren
  1. Dekoriert werden kann nach Lust und Laune und Geschmack. Ich habe mithilfe von Tortenschablonen schöne Muster mit Buttercreme gemacht.
  2. Außerdem habe ich Blattgold angebracht, was die ganze Torte edler macht.
  3. zum Schluss kommen frische Blumen an die Torte. Wie ich diese präpariere, bitte im Beitrag nachlesen.

Notizen

Alle empfohlenen veganen Produkte (und ich habe einige ausprobiert, die ich nicht empfehlen kann) findest du direkt im Blogbeitrag. 
Ich empfehle 3 Tage für die Herstellung einzuplanen:
-> Tag 1: Böden backen
-> Tag 2: Füllen und Krümelschicht
-> Tag 3: Final einstreichen und dekorieren
Die Böden nach dem Backen im Kühlschrank lagern, so lassen sie sich besser schneiden.
Wenn du zur Sicherheit einen Buttercremering zwischen den Böden machen möchtest, brauchst du etwa die doppelte Menge Buttercreme (je nach Dicke).

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